Der Magistrat der Stadt Seligenstadt hat auf den Offenen Brief der Niederfelderin Marion Sandau (wir berichteten) geantwortet. Sie hat das Schreiben auch der Redaktion des Niederfeld-Rundblick zur Verfügung gestellt. Der Wortlaut:
Sehr geehrte Frau Sandau,
gerne möchte ich Ihnen in Anbetracht des benannten Presseartikels unsere Verwendung von Trinkwasser auf dem Kinderspielplatz Danziger Straße erläutern.
Unser Appell an die Bevölkerung zielt auf einen bewussten und sparsamen Umgang mit der Ressource Trinkwasser ab. Es soll verfügbar bleiben, wo es für die Gemeinschaft von großer Bedeutung oder unverzichtbar ist. Bei der Verwendung in öffentlichen Anlagen wird sorgfältig abgewogen, wo dies zutrifft.
Freizeitanlagen bieten allen Gemeindemitgliedern Naherholungsraum mit vielseitigen Nutzungsangeboten. Die Nachfrage hierfür steigt besonders an heißen Sommertagen. Uns erreichen stetig Anfragen aus der Bürgerschaft, die dies widerspiegeln. Vielen Bürgern im Stadtteil Niederfeld steht nur wenig Wohn- und Freifläche zur Verfügung. Daher sind gerade hier öffentliche Angebote unverzichtbar.
Mit dem Einsatz von Trinkwasser die spielhafte Entwicklung der dort lebenden Kinder zu fördern ist angemessen und stellt keine Verschwendung dar. Es ist auf Spielplätzen sowohl hygienisch notwendig als auch rechtlich vorgegeben. Das Wasserspiel auf dem Spielplatz Danziger Straße verbleibt als einziges im Stadtgebiet, im Vergleich zu anderen Gemeinden ist das eine sehr geringe Anzahl. Es verbraucht trotz intensiver Nutzung deutlich weniger Wasser als private Nutzungen, zu deren Verzicht wir aufrufen.
Die Versickerung des genutzten Wassers am Entnahmeort ist umweltfreundlich, sie dient dem lokalen Mikroklima. Die ansässigen Gehölze nehmen es über den Boden auf, halten es vor Ort und kühlen ihr Umfeld durch Verdunstung und Schattenwurf. Zudem bietet ein gesunder Gehölzbestand Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Nützlinge.
Ich hoffe, mit diesen Informationen zum besseren Verständnis des Verfahrens beizutragen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Oliver Steidl / Erster Stadtrat















