Jugendzentrum Seligenstadt öffnet wieder

Ab dem 25.Oktober öffnen sich endlich wieder die Türen des Jugendzentrums im Nachbarschaftshaus Am Hasenpfad. Nach anderthalb Jahren Pause sind dann wieder Treffen in den dortigen Räumen möglich.

Für die Teilnehmer gilt, Corona-konform, die 3G-Regelung. Das Hygienekonzept der Abteilung Jugendarbeit sieht vor, dass sich während der Öffnungszeiten   sechs vollständig geimpfte und bis zu acht geimpfte oder ungeimpfte Jugendliche in den Räumlichkeiten aufhalten dürfen. Der Nachweis erfolgt über den Impfpass bzw. ein App-basiertes Zertifikat, über einen Genesenen-Nachweis oder über das Testheft der Schule.

Das Jugendzentrum ist für alle Jugendlichen ab 12 Jahren montags von 15:30 bis 19:00 Uhr geöffnet, dazu donnerstags von 15:30 bis 19:30 Uhr. Der Treff „Girls Only“ für Mädchen ab 12 Jahren findet auch weiterhin jeden Dienstag von 15:30 bis 19:00 Uhr statt. Die Jugendlichen erhalten alle Informationen sowie die vorherige Anmeldung zu den Angeboten unter der offiziellen Instagram-Seite @juz_seligenstadt.

„Es ist schön, dass wir mit einem geeigneten Hygiene-Konzept endlich die offene Jugendarbeit in Seligenstadt auch drinnen wieder aufnehmen können. Den Jugendlichen wird mit Hinblick auf die bevorstehenden kälteren Monate damit die Möglichkeit gegeben, sich auch außerschulisch mit ihren Freunden und Freundinnen zu treffen“, sagte Erster Stadtrat Michael Gerheim.

Fragen rund um das Jugendzentrum beantwortet die Jugendreferentin Sandy Sehnert unter der Tel. 06182-874020, mobil unter 0151-57006214 oder per Mail unter jugendtreff@seligenstadt.de.

Karl-Heinz Riedel

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Redaktionsteam auf Pilzsuche

Am vergangenen Wochenende begaben sich Mitglieder des Rundblick-Redaktionsteams mit Familien und Befreundeten auf ihre jährliche Pilzwanderung. Die äußeren Voraussetzungen schienen etwas ungünstig zu sein, hatte es doch in den Wochen zuvor zu wenig Niederschläge gegeben, um die begehrten Waldbewohner sprießen zu lassen. Aber bei Sonnenschein und angenehmen Vormittagstemperaturen startete die Gruppe gut gelaunt und voller Tatendrang in den Zellhäuser Wald.

Das Ergebnis war am Ende doch besser als erwartet. Mit einer größeren Menge an Semmelstoppel-Pilzen und lila Lacktrichterlingen, einigen Steinpilzen und Pfifferlingen trat die Gruppe nach gut zwei Stunden Suche den Heimweg an.

Gut gelaunt ist die Gruppe am Ende der Pilz-Exkursion.

In der Küche des Evangelischen Gemeindezentrums bereitete das mehrköpfige Kochteam ein köstliches Mischpilzgericht mit Zwiebeln, Knoblauch und Sahnesauce und eine delikate Gemüsepfanne zu, die aus Zucchini, Paprikaschoten und Tomaten bestand. Dazu gab es Nudeln und einen leckeren Zuckerhut-Salat. Zu diesem Menü passte sehr gut der Riesling aus der Pfalz, den sich die Tischrunde schmecken ließ. Den krönenden Abschluss des Essens bildete das Dessert, eine Kreation aus Himbeeren, Sahne und Cantuccini.

Alle ließen sich nach der Wanderung das leckere Menü schmecken.

Am Nachmittag, bevor sich alle auf den Nachhauseweg machten, waren man sich darüber einig: Auch im kommenden Herbst soll es wieder eine Pilzwanderung und danach ein gemeinsames Essen geben.

Karl-Heinz Riedel

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Sicherheit geht vor: Neue Spielgeräte an Ellenseestraße noch nicht freigegeben

Am 5. August fiel es jedem auf, der in der verlängerten Ellenseestraße, dem Umspannwerk gegenüber, unterwegs war:  Da stand ein großer blauer Lkw mit Kran und Anhänger auf dem Geh- und Radweg; dahinter ein Werkstattwagen mit Anhänger und ein großer Kombi.  Die Firma Kindt-Spielgeräte aus Solingen war mit fünf Mann und viel Material angerückt.

Zuerst haben die Fünf die alte Rutsche und die anderen Geräte auf der Straßenseite des Spielplatzes abgebaut. Dann baggerten sie den Boden ab und legten die Fundamente. Auf diese setzten sie dann neues Spielgerät mit mehreren Spielebenen, Spielhäuschen und Rutsche.

Am Abend hatten die Arbeiter alles aufgebaut und die neuen Geräte mit Bauzäunen abgesperrt. Die Spielgeräte, die den Häusern zugewandt sind, waren nicht betroffen. Dieser Teil des Spielplatzes ist weiterhin zugänglich.

Als ich am nächsten Tag fotografierte, erzählten mir Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Seligenstadt, die vor Ort waren, dass erst überprüft werden müsse, ob alles richtig aufgebaut sei.  Dann werde der Raum unter den neuen Spielgeräten mit Holzschnitzeln als Fallschutz aufgefüllt. 

Anfang der nächsten Woche sah ich dort zwei Experten die neuen Geräte prüfen und vermessen.  Sie schauten auf ihre Zeichnungen und murmelten: „Das stimmt nicht mit dem Plan überein.“  Also konnte der Fallschutz noch nicht eingebaut werden.

Als kurz darauf ein Kipplaster aus Bayern 40 Kubikmeter Holzschnitzel ankarrte, wurden sie auf eine große Plane vor dem Spielplatz gekippt.  So hatten die Kinder erst einmal einen schönen Berg zum Buddeln – einen ganzen Monat lang.

Am 15. September bemerkte ich, dass dieser große Haufen verschwunden war – offensichtlich samt der Planen abtransportiert.  

Kurz darauf war in einer städtischen Pressemitteilung zu lesen, dass es noch kleinere Konstruktionsmängel gebe, die durch den Einbau einzelner Palisaden und Holzbalken behoben werden müssten. Es wird wohl noch etwas dauern, bis der Spielplatz freigegeben werden kann.

Auf Nachfrage bestätigte Erster Stadtrat Michael Gerheim den Sachverhalt.  Die Holzschnitzel seien an anderen Spielplätzen verwendet worden. Mittlerweile habe die Firma Kindt-Spielgeräte zugesagt, die Geräte an der Ellenseestraße zu reparieren. Auch müsse am Fundament noch etwas verbessert werden. Danach werde die gesamte Anlage noch einmal geprüft. Wenn sie abgenommen sei, werde man neue Holzschnitzel kommen lassen, diese einbauen, und dann die Anlage zum Spielen öffnen.

Wir werden darüber berichten.

Franz Roski

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Bungalow schließt Lücke in der Amaliastraße

Die Neubausiedlung am Amaliasee ist eigentlich seit elf Jahren komplett bebaut.  Nur wenn ich durch die Amaliastraße fuhr, die Straße, die in einem Bogen vom Wingertsweg zur Seestraße führt, gab es dort zwischen dem Haus Nummer 21 und der 17 eine Lücke. Ich hatte schon überlegt, ob dort vielleicht unter der Oberfläche Altlasten sind, die eine Bebauung verhindern. 

Seit diesem Sommer ist diese letzte Lücke geschlossen – wie auf dem Foto zu sehen, durch einen Bungalow. Er fällt auf, denn alle anderen Häuser in der Straße, ja sogar in der ganzen Siedlung, haben mindestens zwei Stockwerke. In Seligenstadt ist es üblich geworden, Baugrundstücke bis zum letzten Zentimeter auszureizen, nicht nur in der Fläche, auch in der Höhe. Bemerkung aus der Redaktion: „Da muss jemand sein, der sich das leisten kann!“ 

Franz Roski

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Shakespeare-Theater-Collagen auf der Bleiche

Das Seligenstädter Kunstforum hatte für das letzte August-Wochenende zu Shakespeare-Collagen auf der Bleiche eingeladen. 

Am Samstagnachmittag, 28. August, war dort zwischen zwei Bäumen ein großes rotes Tuch gespannt. Das bildete den Hintergrund der Bühne, der „Zuschauerraum“ war gleich davor. Auch vom „Feldherrnhügel“ zwischen dem Evangelischen Gemeindezentrum und St. Marien genossen große und kleine Zuschauer die Freiluft-Darbietungen.

Das Theater-Ensemble unter der der Leitung von Tanja Garlt bot Szenen aus verschiedenen Shakespeare-Stücken, von „Romeo und Julia“, „Sommernachtstraum“, „Was ihr wollt“ bis hin zu „Viel Lärm um Nichts“. 

Am Sonntag, 29. August war das Wetter nicht so günstig. Wegen strömenden Regens mussten die 

Aufführungen in die Kirche St. Marien verlegt werden.

Mehr dazu: https://ku-fo.de/

Meine Fotos stammen von der Freiluft-Aufführung am 28. 8. 2021. Franz Roski

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„Schritt für Schritt“

Beharrliche Schildkröte kommt zum Fest im Niederfeld

Nach einem Jahr Pause gab es am 10. September wieder eine Freiluft-Theateraufführung auf dem Spielplatz zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straße.

Auch das Wetter spielte mit, und so erlebten rund 70 Kinder und Erwachsene, wie die beharrliche Schildkröte Tranquilla Trampeltreu schließlich das Hochzeitsfest des Königs Leo erreichte.

Schnecke, Spinne, Salamander und Rabe konnten sie nicht davon abhalten, Schritt für Schritt ihren Weg fortzusetzen.

Marina Lahann schlüpfte gekonnt in die Rollen all dieser Tiere, Ekkehart Voigt kümmerte sich um die Technik. Ein freundlicher Anwohner stellte seinen Stromanschluss und einen Küchenstuhl zur Verfügung, der Kinderclub im evangelischen Gemeindezentrum sorgte in Kooperation mit der Stadtteilzeitung „Niederfeld-Rundblick“ für die Organisation und Sitzbänke. Finanziert wurde die Aufführung von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte.

Das Ergebnis war ein vergnüglicher Nachmittag für Jung und Alt mit viel Begegnung auf dem Spielplatz, der sich als günstiger Ort für Freiluft-Veranstaltungen bewährt hat. 

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„Welche Ideen und Perspektiven haben Sie für den Seligenstädter Stadtteil Niederfeld?“

Die beiden Kandidaten ums Bürgermeisteramt, Dr. Daniell Bastian (FDP) und Michael Gerheim (SPD), nehmen Stellung

Am Sonntag, 26. September, ist Bürgermeisterwahl in Seligenstadt. Auch die Stadtteilzeitung „Niederfeld-Rundblick“nimmt sich des Themas an. 

Damit die Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Ideen und Perspektiven die beiden Kandidaten für das Stadtgebiet haben, hat das „Rundblick“-Team einen Fragenkatalog zu relevanten und wichtigen Themen erstellt.

Beide Bewerber um das Bürgermeisteramt wurden gebeten, die Zeitungs-Homepage und lokale Informationsplattform der Stadtteilzeitung  (www.niederfeld-rundblick.de ) für ihren Wahlkampf zu nutzen, indem sie schriftlich Stellung nehmen.

Hier nun die Fragen und Antworten von Dr. Daniell Bastian und Michael Gerheim:

Zusammenleben

Wie kann das Zusammenleben im Stadtteil unterstützt werden?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Das Niederfeld ist ein selbstbewusster und bunter Stadtteil mit vielen Einrichtungen, die das Leben und Wohnen dort attraktiv und besonders machen. Insofern finde ich nicht, dass der Stadtteil pauschal „Unterstützung“ braucht, sondern dass wir gemeinsam vorhandene Probleme angehen und lösen.



Wir haben in diesem Jahr die personelle Ausstattung im Nachbarschaftshaus nochmals stärken können und wollen im Jahr 2022 das schon lange geplante Café im Nachbarschaftshaus öffnen. Dies wird einen positiven Beitrag leisten und soll uns auch regelmäßige Rückmeldung zu Wünschen der Bürgerschaft bringen.
Zusätzlich werden auch die Spielplätze auf den neusten Stand gebracht und ich möchte das Thema besitz- und bespielbare Stadt wieder auf die Tagesordnung bringen, damit Jung und Alt draußen gute Begegnungsräume finden.

Ist mehr Partizipation der Niederfelder*innen geplant? / In welcher Form?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Für größere Maßnahmen der Stadt ist eine Beteiligung der Anwohner selbstverständlich. Das gilt übrigens für die gesamte Stadt. Aber auch sonst bin ich für Anregungen immer dankbar. Das wird auch rege genutzt.


Bereits im letzten Jahr haben wir eine Umfrage im Stadtteil durchgeführt, die dort erhaltenen Rückmeldungen sollen möglichst umgesetzt werden und u.a. über den Niederfeld-Rundblick auch erneut Beteiligung erreicht werden.
Ein Bürgermeister muss vor Ort sein, zuhören und bei Veränderungen Beteiligungsprozesse beispielsweise mit Workshops anstoßen. So möchte ich arbeiten.

Wie lässt sich der Kontakt zwischen Bürgermeister / Stadtverwaltung zu Bürger*innen verbessern?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Ich bin in den sechs Jahren meiner ersten Amtszeit mit sehr vielen Anwohnerinnen und Anwohnern des Niederfelds in Kontakt gekommen. Über Email, Telefon, direkt vor Ort im persönlichen Gespräch oder in meiner Bürgersprechstunde, für die einmal wöchentlich eine Stunde in meinem Terminkalender geblockt ist und zu der sich jede Bürgerin und jeder Bürger mit ihrem/seinem Anliegen anmelden kann. Insofern gilt auch weiterhin: Wenn irgendwo der Schuh drückt, direkt bei mir melden!Wir sind im Rathaus jederzeit erreichbar und ansprechbar, bei Bedarf komme ich gerne auch vor Ort z.B. ins Nachbarschaftshaus. Wichtig war sicher auch die im letzten Jahr verteilte Übersicht samt der Zuständigkeiten im Nachbarschaftshaus um direkte Ansprechpartner zu haben.
Mit meinen Pop-Up-Festen bin ich überall in der ganzen Stadt unterwegs, demnächst am 24.9. ab 15 Uhr dann im Niederfeld. Als Bürgermeister werde ich diesen engen Kontakt fortführen.

Wie stellen Sie sich Integration / Inklusion vor?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Durch gegenseitigen Respekt und Anerkennung des jeweils anderen. Das ist immer der Anfang. Im besten Fall werden Nachbarn zu Freunden. Das Niederfeld zeigt in ganz vielen Fällen, dass dies sehr gut gelingt.







Es ist normal, dass wir alle verschieden sind und jeder andere Bedürfnisse hat. Chancengleichheit und gelebte Teilhabe ist mir wichtig.
Integration und Inklusion beginnt im Kopf, muss in der Gesellschaft gelebt und von Anfang mitgedacht umgesetzt werden.
Dies ist kein reines Stadtteil-Thema, sondern muss bei jedem einzelnen Projekt angegangen werden. Unsere Konzeption von Zusammen.Leben.Seligenstadt ist eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Wir erzielen mit jeder Baumaßnahme Erfolge in der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, zuletzt neben den Bordabsenkungen u.a. mit Lego-Rampen oder auch der jetzt besseren Beleuchtung in der Ferdinand-Porsche-Straße.

Wie weit wird das Gewerbegebiet Nord noch erweitert?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Gar nicht mehr. Es werden nur noch die restlichen Grundstücke verkauft und das Gebiet an die Umgehungsstraße angeschlossen.


Die aktuelle Größe sollte meiner Meinung nach nicht mehr viel überschritten werden, da wir auch Freiräume in der Natur und z.B. den Bolzplatz erhalten müssen. Eventuell kann es aber sinnvoll sein – quasi als zusätzlichen Schallschutz – im Rahmen des Baus der Umgehungsstraße eine Bebauungsreihe zu ergänzen. 

Essbare Stadt – Sind bei Baum-Neupflanzungen auch Obstbäume geplant?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Seligenstadt ist nichts umsonst Teil der hessischen Apfelwein-Route. Schon immer wurden bei uns viele Streuobstwiesen durch Private und die Stadt angelegt. Das werden wir fortsetzen. Zusätzlich ist angedacht, Teile von Grünanlagen oder Grünstreifen mit Gemüse oder Obstsorten zu bepflanzen und damit „essbar“ zu machen


Ja, wir pflanzen regelmäßig auch Obstbäume, allerdings nicht über die „Essbare Stadt“. Ich habe das Projekt „Ein Baum für unsere Stadt“ gestartet, das alle Sorten Bäume beinhaltet. Zuletzt kamen im Frühjahr unter anderem Obstbäume im Bereich Schleifbach hinzu und wir konnten Ende 2020 mit der AgFA (Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen) 23 Obstbäume auf städtischen Streuobstwiesen nachpflanzen. Dies möchte ich weiter fortsetzen.

Verkehr
Umgehung

Ist der 3. Abschnitt der Umgehungsstraße noch zeitgemäß?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Aber natürlich! Er entlastet den ganzen Seligenstädter Norden massiv vom Durchgangsverkehr und gibt der Entwicklung des Stadtteils damit neue Möglichkeiten.

Meiner Meinung nach ja, die Sperrung des Bahnübergangs Anfang September hat erst kürzlich wieder die Blechlawine in der Stadt aufgezeigt, die täglich unterwegs ist. Die Anwohner*innen von Kapellenstraße und Ellenseestraße haben den Verkehr direkt vor der Tür und das muss endlich weniger werden.

Die Niederfelder*innen wohnen am dichtesten am 3. Abschnitt der Umgehungsstraße. Was tun Sie dafür, dass diese gut damit leben können und ein wesentliches positives Merkmal des Stadtteils – die schnelle Erreichbarkeit der Naturgebiete – erhalten bleibt?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Ich sorge dafür, dass die Trasse möglichst weit von der Wohnbebauung abgerückt wird und die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich einen guten Lärmschutz erhalten.


In allen bisher vorhandenen Plänen war stets die Erreichbarkeit und die Wegebeziehungen in die Natur ein Thema und sie werden mitgeplant. Die Auflagen für den Bau von Umgehungsstraßen sind zu Recht hoch, gerade der bereits gebaute zweite Abschnitt außerhalb des Silzenfeldes zeigt aber, welche Maßnahmen ergriffen werden können und dass dies auch geschieht.

Welche Natur- und Klimaschutzmaßnahmen sind vorgesehen, um die Nachteile der Umgehungsstraße auszugleichen: Unterbrochene Wegeverbindungen; Lärm / Abgase; Versiegelung

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Jeder Eingriff in Natur und Landschaft muss an anderer Stelle ausgeglichen werden. Es wird daher z.B. zusätzliche Bäume, Biotop- oder Streuobstflächen geben. Die Straße wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung erhalten und es wird natürlich Querungsmöglichkeiten für Anwohner, Fußgänger und Radler geben.






Das steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig fest, da bisher nur eine Vorentwurfsplanung existiert. Die Wegebeziehungen sollen aber möglichst aufrechterhalten werden. Gesichert sind bereits die Rad- und Fußwege beidseitig der Bahn sowie der Weg entlang der Landesstraße in Richtung Klein-Krotzenburg. Eine Präsentation vom 16.3.2020 findet sich auf der Seite von Hessen Mobil unter https://mobil.hessen.de/projekte/projekte-nach-regionen/rhein-main/l-3065-ortsumgehung-seligenstadt. Dies ist auch jetzt noch weitestgehend der aktuelle Stand und beinhaltet u.a. eine Empfehlung zum weiteren Abrücken vom Wohngebiet Niederfeld.
Auch Ausgleichsmaßnahmen für entstehende Versiegelung werden von Hessen Mobil geplant.

Ist an der Umgehungsstraße ein begleitender Radweg geplant?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Zunächst einmal nutzen wir die vorhandenen Radwege und bauen diese aus und um. So wird es sowohl in Richtung Klein-Krotzenburg als auch in Richtung Froschhausen eine barrierefreie Querung mittels Unterführungen geben. Das ist besonders für den Schülerverkehr wichtig. Wo es aktuell noch keinen Radweg gibt, wird dieser ergänzt. Nach meiner Einschätzung wird sich die Situation der Radfahrer gegenüber jetzt sogar deutlich verbessern.Ich setze mich in der gesamten Stadt für die Verbesserung der Radwegebeziehungen ein und auch im Rahmen der Umgehungsstraße werden die Radwege mitgedacht.



Wie soll die Anbindung des Niederfelds an die Umgehungsstraße erfolgen?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Aktuell wird dazu noch einmal ein Verkehrsgutachten erstellt. Sollte dies keine zwingenden Änderungen ergeben, wird es bei der von den Anwohnern bevorzugten Anbindung ausschließlich über das Gewerbegebiet bleiben.



Das Gewerbegebiet und somit auch das Niederfeld soll eine eigene Anbindung erhalten, damit auch die LKW, die heute schon ins bestehende Gewerbegebiet fahren, nicht mehr durch die Stadt müssen. Dies wird auch für weniger Verkehr am Nachbarschaftshaus und an der Kita sorgen. Zusätzlich wird es natürlich am Ende der Umgehung an der Verknüpfung zur bestehenden Landesstraße nahe Amaliasee eine Anbindung geben sowie eine weitere Anbindung am Bauhof.

Welche Einflussmöglichkeiten gibt es bei der Gestaltung der Straße für Seligenstädter*innen?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Wir werden alle Planungsschritte transparent darlegen und sobald es endlich Planungsfortschritte gibt, diese den Anwohnern in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen. Dann kann jeder seine Meinung dazu äußern und Vorschläge einbringen.
Wir haben die Einflussnahme im Rahmen der regulären Öffentlichkeitsbeteiligung, die das Land organisiert. Bei jeder Beteiligungsmöglichkeit werde ich die Seligenstädter*innen mittels eigener städtischer Veröffentlichung über all unsere Kommunikationskanäle informieren.

Fahhrad-Verkehr

Was kann getan werden, um die empfohlenen Radtrassen im Niederfeld besser befahrbar zu machen? Kann man Radwege besser kennzeichnen/ farblich hervorheben?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
In nahezu allen Straßen im Niederfeld gilt bereits jetzt Tempo 30. Da ist eine besondere Hervorhebung für Radfahrer nicht vorgesehen, da ja ohnehin langsam gefahren werden muss. Vielmehr geht es darum, dass die Autofahrer sich auch an die erlaubte Geschwindigkeit halten.Das farbliche Hervorheben ist eine Möglichkeit, allerdings ist eine Markierung nicht alles. Wenn es allein mit einer Markierung nicht reicht, müssen auch bauliche Änderungen angegangen werden.

Wie lässt sich der Zustand der Kolpingstraße sowie Übergang über die Jahnstraße als Radweg-Route für die Schülerinnen und Schüler verbessern und sicherer machen?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Zentrale Maßnahme hierfür wird die Neugestaltung des Jahnsportplatzes sein. Hier plane ich einen sicheren Fuß- und Radweg für die Schülerinnen und Schüler von der Kolpingstraße über den Jahnsportplatz bis in den Steinweg. Natürlich mit sicherer Querung der Jahnstraße!



Wir haben bei der jährlichen Verkehrsschau Anfang September eine Querungshilfe über die Jahnstraße im Bereich der Kolpingstraße besprochen und die in diesem Fall zustimmungspflichtige Straßenbehörde des Kreises war dem grundsätzlich nicht abgeneigt. Dies und die bereits lange geplante Querung des Jahnsportplatzes bis hin zum Steinweg würde die Attraktivität für Radfahrer und Fußgängerinnen deutlich steigern. In der Kolpingstraße haben wir außerdem durch versetztes Parken den Anteil von Gehwegparken deutlich reduzieren können.

Kfz-Verkehr

Das ganze Niederfeld ist 30er-Zone. Davon merkt man oft nichts. Warum gibt es kaum Kontrollen?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Kontrollen finden regelmäßig statt. Sie sind aber schwierig und nicht immer effektiv, da man die Kontrollstelle meist von Weitem sieht. Auch können wir an vielen Stellen im Niederfeld gar nicht messen, da die örtlichen Voraussetzungen das nicht zulassen.









Die Stadt führt regelmäßig Kontrollen durch mobile Messungen im Stadtgebiet durch und berichtet jährlich öffentlich hierüber. Hierbei werden aber natürlich Schulwege oder Unfallschwerpunkte vorrangig überwacht. Außerdem hängen wir regelmäßig für Langzeiterfassungen Geschwindigkeitsmesstafeln auf, die uns die gefahrenen Geschwindigkeiten mitprotokollieren. Kommt es dabei zu Auffälligkeiten, wird in der Folge dort geblitzt. Leider gibt es im gesamten Stadtgebiet einen niedrigen Prozentsatz der Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und wir können nicht überall zeitgleich sein. Eine Besserung erhoffe ich mir durch die gerade angestoßene gemeinsame Beschaffung eines Blitz-Anhängers, mit dem wir die Kontrollen in Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen intensivieren wollen.

Vor allem die Berliner Straße wird gern als Rennstrecke genutzt – nicht selten fahren die Autofahrer sogar mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig, um schneller voranzukommen. Sind stationäre Geschwindigkeitskontrollen / Blitzer möglich?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Diesem Verhalten müssen wir gemeinsam mit mobilen und stationären Kontrollen entschieden entgegentreten! Dazu muss die Stadt ihren Anteil leisten. Aber jeder sollte auch in seiner privaten Umfeld auf dieses Thema eingehen. Denn die „Raser“ sind weit überwiegend nicht irgendwelche Fremden, sondern Personen die selbst im Niederfeld wohnen.Stationäre Anlagen sind lediglich an Bushaltestellen, Unfallschwerpunkten, vor Kitas, Schulen sowie an Hauptschulwegen genehmigungsfähig. Die Standortwahl ist also relativ begrenzt, aber im Bereich der KiTa möglich.

Fußgänger*innen

Wie ließe sich die Schulweg-Anbindung zur Stadt attraktiver machen (Vermeidung der stark vom Verkehr frequentierten Ellenseestraße)?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Durch einen sicheren Schulweg von der Kolpingstraße über den Jahnsportplatz bis in den Steinweg so wie ich es oben bereits beschrieben habe.

Es wird Zeit für die Querung des Jahnsportplatzes sowie eine Querungshilfe (evtl. auch Zebrastreifen) auf Höhe der Kolpingstraße. Damit können die Grundschüler rückseitig zur KAS gelangen und wir erreichen einen enormen Qualitätsgewinn für Fußgänger und Radlerinnen.

ÖPNV

Das AST gibt es nicht mehr, der Hopper hat Schwächen. Was halten Sie von einer E-Bus-Linie als Anbindung des Niederfelds an die Kernstadt?

Dr. Daniell BastianMichael Gerheim
Wenn der Hopper noch Schwächen hat, müssen wir diese abstellen und nicht noch ein zusätzliches Angebot einführen. Das führt nur zu Parallelverkehr und zusätzlichen Kosten, die am Ende alle tragen müssen.











Grundsätzlich ja, die Frage ist aber, ob eine solche Linie aktuell sinnvoll wäre. Die Idee einer eigenen Buslinie, die sternförmig regelmäßig das Niederfeld, Froschhausen und Klein-Welzheim bis in die Innenstadt erschließt ist mir grundsätzlich sympathisch und wurde durchaus auch von mir schon vorangetrieben. Allerdings sehe ich es durchaus möglich, genau hierfür den Hopper zu nutzen!
Wir haben für den Hopper schon viele Verbesserungen wie die Vorbuchungsfunktion erreichen können, was die Fahrten besser planbar macht. Es erfolgt jetzt gerade noch eine bessere Verzahnung an die Bus- und Bahnlinien und das Problem der Barrierefreiheit werden neue Fahrzeuge lösen, in denen auch die Mitnahme elektrischer Rollstühle möglich sein soll. Die sogenannten „London-Taxis“ von LEVC haben leider entgegen der Ursprungsplanung nicht alle Anforderungen erfüllt, wie z.B. die Mitnahme einfacher Rollstühle. Wir kümmern uns um eine stetige Verbesserung.
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Beharrliche Schildkröte kommt ins Niederfeld

In diesem Jahr gibt es wieder ein Freiluft-Theater auf
dem Spielplatz zwischen den Hochhäusern in der
Berliner Straße.
Marina Lahann spielt am Freitag, 10. September um
15.30 Uhr für Kinder und Erwachsene die Fabel von der
beharrlichen Schildkröte Tranquilla Trampeltreu.
Sie macht sich auf den Weg zur Hochzeit des Königs
Leo. Unterwegs trifft sie viele Tiere, die sie von ihrem
Plan abbringen wollen – doch sie bleibt bei ihrem
Entschluss und ist sich ganz sicher, rechtzeitig
anzukommen.
Für die Aufführung ist es gut, eine Decke zum Sitzen
auf der Wiese mitzubringen.
Der Eintritt ist frei, die Kosten werden von dem
Wohnungsunternehmen Nassauische Heimstätte
getragen.
Veranstalter der Theateraufführung ist der Kinderclub
im Evangelischen Gemeindezentrum (wo das Stück bei
schlechtem Wetter gespielt wird) in Kooperation mit der
Stadtteilzeitung Niederfeld-Rundblick. Informationen
gibt es auch unter www.kinderclubseligenstadt.de

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Schadhaftes Trampolin ist repariert worden

Jetzt ist auf dem Platz der Freundschaft wieder mehr Bewegung:

Lange Zeit war der Bereich um das Trampolin am Platz der Freundschaft (zwischen der evangelischen Kita Niederfeld und der Laden- und Restaurant-Zeile an der Berliner Straße) gesperrt.  Die Oberflächen waren schadhaft und eingebrochen – man hätte sich verletzen können.

Beim Brot holen am Morgen des 28. Juli sah ich dort drei Arbeiter werkeln, und einen gelben LKW mit gelbem Container mit der Aufschrift „BSS Spiel- und Sportanlagenbau GmbH Wuppertal“.

Am Nachmittag gegen 14 Uhr war die Reparatur fertig.  Das Trampolin ist nun mit einer elastischen, leuchtend roten Umrahmung eingefasst.

Die Arbeiter schlossen den Zaun aber wieder zu. „Das rote Material muss noch drei Tage trocknen,“ erklärte mir einer.

Ein paar Fotos durfte ich aber machen.

Am 1. August war der Zaun entfernt. Es kann nun gesprungen werden.

Franz Roski

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Maus und Löwe auf der Bleiche – Freiluft-Theater für Kinder und Familien

Im Rahmen seiner Sommer-Spielwiese lädt der Seligenstädter Kinderclub zu einer Theater-Aufführung ein.

Am Donnerstag, 22. Juli spielt um 17 Uhr das Theater Laku Paka das Stück „Serafina und der Löwenkönig“.

Die kleine Savannenmaus Serafina trifft in der Wüste Leo, den König der Tiere. Wie aus der gefährlichen Begegnung eine Freundschaft wird, ist auf der Wiese am Evangelischen Gemeindezentrum in der Jahnstraße 24 zu erleben.

Die musikalische Fabel für alle ab vier Jahren wird nur bei gutem Wetter aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Zum Sitzen auf der Wiese ist es gut, eine Decke mitzubringen.

Seit über 30 Jahren gehört das Theater Laku Paka aus Kaufungen zu den renommiertesten Figurentheatern Deutschlands. Auf Einladung des Goethe-Instituts spielte es schon auf internationalen Festivals in aller Welt.

Die Sommer-Spielwiese ist ein Angebot des Kinderclubs in den ersten beiden Wochen der Sommerferien.

Vom 19. bis 30. Juli hat montags bis freitags, von 14 bis 17 Uhr bei gutem Wetter das Spielmobil auf der Bleichwiese am evangelischen Gemeindezentrum in der Jahnstraße 24 geöffnet.

Es ist hilfreich, Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) dabeizuhaben. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen gibt es beim Gemeindepädagogen Claus Ost, Tel. 29654 (www.kinderclubseligenstadt.de).

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