Parteien zur Wahl

Diese Positionen gibt es zur Politik in Seligenstadt

Vor der Kommunalwahl haben wir die Parteien, die 2021 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden, befragt:

  1. Was werden Sie dafür tun, dass der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Seligenstadt besser gedeckt wird?
  1. Durch welche Maßnahmen wollen Sie erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich aktiver an Gestaltung und Umsetzung öffentlicher Projekte beteiligen? Bitte erläutern Sie das zum Beispiel an der Entwicklung des Jahnsportplatzgeländes.
  2. Wie werden Sie die Schulwege zu Fuß und mit dem Fahrrad sicherer gestalten? Bitte erläutern Sie das am Beispiel des Schulwegs aus dem Niederfeld zur Konrad-Adenauer-Schule.
  3. Was werden Sie dafür tun, um den Platz der Freundschaft zu einem belebten Begegnungsort zu gestalten?
  4. Welche weiteren Ideen haben Sie, um die Lebensqualität im Niederfeld zu verbessern?

Die Antworten zu den letzten beiden Fragen sind in der 39. Ausgabe des Rundblicks abgedruckt.

Zu den Fragen 1 – 3 erhielten wir folgende Stellungnahmen:

  1. Was werden Sie dafür tun, dass der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Seligenstadt besser gedeckt wird?

CDU

Bezahlbarer Wohnraum steht aus Sicht der CDU Seligenstadt auf zwei grundlegenden Pfeilern: dem Erhalt und die Modernisierung des bestehenden Wohnraums sowie dem gezielten Neubau zusätzlicher Wohnungen. Beide Ansätze sind notwendig, um dem steigenden Bedarf dauerhaft gerecht zu werden

Seit Jahren investiert die Stadt Seligenstadt sämtliche Mieteinnahmen aus ihren eigenen Sozialwohnungen konsequent in deren Instandhaltung und Modernisierung. Dieses Engagement trägt dazu bei, den bestehenden Wohnraum langfristig zu sichern. Die grundlegende Problematik des Wohnungsmangels lässt sich jedoch nur durch zusätzlichen Neubau lösen.

Die CDU Seligenstadt setzt sich deshalb klar für neuen Wohnungsbau ein. Im Bereich Westring befürworten wir die Entwicklung eines Neubaugebiets für alle Gesellschaftsschichten – von Einfamilienhäusern mit Garten bis hin zu Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau.

Gerade bei größeren städtischen Bauprojekten, insbesondere im Geschosswohnungsbau, setzt sich die CDU dafür ein, dass bezahlbarer Wohnraum verbindlich mitgedacht wird. So stellen wir sicher, dass neue Quartiere sozial ausgewogen entstehen und Wohnraum auch für Menschen mit mittleren und geringeren Einkommen verfügbar bleibt.

FDP

Wir wollen den Wohnungsmarkt entspannen, ohne die Identität unserer Stadtteile zu zerstören. Das bedeutet für uns: maßvolle Nachverdichtung („Innenentwicklung vor Außenentwicklung“), die Entwicklung des Baugebiets am Westring mit einem Mix aus frei finanziertem, preisgedämpftem und gefördertem Wohnraum sowie eine enge Verzahnung mit Kitas, Schulen und Infrastruktur. Dieses Baugebiet wird damit auch den Wohnraum in der gesamten Stadt entlasten. So schaffen wir Perspektiven für Familien, Ältere und Menschen mit kleinerem Einkommen.

Grüne

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass Seligenstadt auch für Familien, Alleinerziehende, Auszubildende, Studierende und Senior*innen bezahlbar bleibt. Das Niederfeld darf kein Ort für Wohnraum Spekulation sein. Konkret wollen wir:

  • die Innenentwicklung vor Außenentwicklung stärken, z. B. durch Nachverdichtung, Aufstockungen und die Nutzung brachliegender Flächen, ohne wertvolle Grün- und Ackerflächen weiter zu versiegeln,
  • bei Neubauprojekten konsequent eine Quote für geförderten Wohnungsbau verankern,
  • die Weiterentwicklung von Flächen sollte möglichst durch die städtische Hand erfolgen durch die Stärkung der Kooperationen mit gemeinwohlorientierten Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften ausbauen,
  • bestehende Förderprogramme von Land und Bund aktiv nutzen und die Stadtverwaltung dabei personell gut aufstellen,
  • innovative Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen, gemeinschaftliche Wohnprojekte und kleinere, flächensparende Grundrisse unterstützen.

SPD

Bezahlbarer Wohnraum ist für uns seit vielen Jahren eines der zentralen Themen unserer politischen Arbeit. Wir setzen uns bereits lange für die Gründung einer eigenen städtischen Baugesellschaft ein, die unabhängig von Renditeinteressen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und sichern kann. Dort wo auf städtischen Flächen ein eigenes Bauen nicht möglich ist, muss zum Dauerhaften Erhalt außerdem über Erbpacht-Modelle eine Lösung gefunden werden. Darüber hinaus halten wir eine verbindliche Quote von 20 % gefördertem Wohnraum bei Neubauprojekten ab fünf Wohneinheiten für ein sinnvolles und wirksames Instrument, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Ergänzend wollen wir vorhandene Flächen besser nutzen, Nachverdichtung sozialverträglich gestalten und Förderprogramme von Bund und Land konsequent ausschöpfen.

FWS

Wir Freie Wähler sorgen dafür, dass bei zukünftigen Projekten eine Quote für bezahlbaren Wohnraum berücksichtigt wird. Das ist unseres Erachtens der größte Hebel, den wir als Kommune habe. Ansonsten wären Anreize bezahlbaren Mietraum im Altbestand zu aktivieren ein guter Schritt, doch kann man hier keine Vorschriften machen, nur auf die Eigeninitiative privater Vermieter hoffen.

Die Linke

Sicheres, bezahlbares Wohnen darf kein Luxus sein. Der Mietspiegel in ganz Seligenstadt steigt seit Jahren, wobei die Qualität der Wohnungssituation stetig nachlässt. Solange öffentliches Bauland an private Investor*innen verkauft und nicht für eigene Projekte genutzt wird, wird sich an diesem Problem nichts ändern. Die Einführung einer Sozialwohnungsquote bei Neubauten von 50 % sollte daher keine Utopie sein, um den steigenden Bedarf decken zu können. Zu diesem Zweck kann eine städtische Wohnungsbaugenossenschaft gegründet werden, so wie es in vielen anderen Städten bereits erfolgreich umgesetzt wird. Diese soll günstigen Wohnraum schaffen und dabei nicht profitorientiert, sondern entsprechend dem Förderprinzip handeln. Die Mieter*innen stehen im Mittelpunkt und haben das Recht, auf die Entscheidungen der Genossenschaft Einfluss zu nehmen. Erst wenn die politische Bereitschaft vorhanden ist, auch Menschen mit geringeren Einkommen und unterschiedlichen Lebensrealitäten bewusst in unser Stadtbild mitzudenken, kann Seligenstadt als soziale Stadt langfristig bestehen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen und uns für die Rechte von Mieter*innen stark machen, denn Mieten steigen nicht, sie werden erhöht.

2. Durch welche Maßnahmen wollen Sie erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich aktiver an Gestaltung und Umsetzung öffentlicher Projekte beteiligen? Bitte erläutern Sie das zum Beispiel an der Entwicklung des Jahnsportplatzgeländes.

    CDU

    Die Bürgerinnen und Bürger werden bei allen Bauvorhaben durch die gesetzlich vorgeschriebenen Offenlagen in die Planungsprozesse eingebunden. Darüber hinaus legt die CDU großen Wert auf ergänzende Beteiligungsformate vor Ort.

    Im Niederfeld wurde dies zuletzt beim Ideenworkshop zur Gestaltung des Spielplatzes deutlich, bei dem die Anwohnerschaft aktiv eingebunden war. Der Workshop wurde durch den Ersten Stadtrat Oliver Steidl begleitet und bot Raum für konkrete Anregungen aus dem Stadtteil.

    Zudem ist das Jugendzentrum im Nachbarschaftshaus wieder zu einem attraktiven Anlaufpunkt geworden. Im Nachbarschaftshaus bestehen verschiedene Angebote seitens der Stadt, bei denen Bürgerinnen und Bürger konstruktive Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen können. Solche niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten wollen wir weiter unterstützen.

    FDP

    Demokratie vor Ort heißt für uns: früh, klar und ergebnisoffen mit den Bürgerinnen und Bürgern sprechen. Am Jahnsportplatz setzen wir auf eine transparente Entwicklung mit Sport- und Wettkampfhalle, möglichen sozialen Einrichtungen und maßvoller Wohnnutzung – begleitet durch öffentliche Informationsangebote. Ziel ist ein tragfähiger Kompromiss, der Vereinen, Anwohnern und dem gesamten Stadtteil nutzt. Alle Entscheidungsschritte werden in öffentlichen Ausschüssen diskutiert, in der öffentlichen Stadtverordnetenversammlung abgestimmt und sowohl von uns, als auch von der Presse in die Öffentlichkeit getragen. Zudem kann jederzeit von interessierten Bürgern Kontakt mit uns aufgenommen werden, was auch regelmäßig passiert. Bürgerbeteiligung ist für uns keine Einbahnstraße.

    Grüne

    Wir GRÜNE stehen für eine frühe, transparente und verbindliche Bürgerbeteiligung. Bürgerinnen und Bürger sollen nicht erst informiert werden, wenn Entscheidungen praktisch gefallen sind, sondern von Beginn an mitgestalten können. Die Gründung von Bürgerräten ist ein Hauptanliegen für die kommende Legislatur.

    Konkret heißt Bürgerbeteiligung für uns:

    • frühzeitige öffentliche Workshops, Planungswerkstätten und Beteiligungsformate, auch speziell für Kinder und Jugendliche,
    • verständliche Darstellung der Rahmenbedingungen (Kosten, Zeitpläne, Nutzungskonflikte),
    • echte Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Varianten statt reiner Informationsveranstaltungen,
    • kontinuierliche Rückmeldung, wie Vorschläge aus der Bürgerschaft in die Planung eingeflossen sind.
    • Digitale Beteiligungsplattformen können diese Prozesse ergänzen, ersetzen aber nicht den persönlichen Austausch.

    Am Beispiel des Jahnsportplatzgelände kann man leider nicht von einer guten, gelungenen Bürgerbeteiligung sprechen. Es gab zwar ganz zu Beginn der Projektidee „Gestaltung von Bleiche, Jahnsportplatz, Stadtwerkegelände“ eine gut besuchte Planungswerkstatt, in der eine Reihe von Gestaltungsideen erarbeitet wurden. Nach der Präsentation der Ergebnisse wurden diese Ideen leider in die Schublade verbannt und sind bei den weiteren Planungs- und Gestaltungsvorstellungen des Jahnsportplatzes nicht mehr mit einbezogen worden. Der jetzige Beschluss, das ganze Areal einem Investor zur Gestaltung und Bebauung zu übergeben, entspricht nicht unseren Vorstellungen von guter Bürgerbeteiligung.

    SPD

    Wir wollen Bürgerbeteiligung frühzeitig, transparent und verbindlich gestalten. Am Beispiel des Jahnsportplatzgeländes bedeutet das: Noch vor dem Beschluss einer neuen Planung sollten Stadt und Investor ihre Ideen öffentlich vorstellen.

    In Informations- und Beteiligungsveranstaltungen müssen Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen, Sorgen und Vorschläge einbringen können. Darüber hinaus setzen wir uns für verständliche Informationen, digitale Beteiligungsformate und klare Rückmeldungen ein, wie Bürgerideen in Planungen einfließen. Beteiligung darf kein formaler Pflichttermin sein, sondern muss echte Mitgestaltung ermöglichen.

    FWS

    Wir kommen mit den Leuten direkt ins Gespräch und fragen nach Bedenken/Interessen und Lösungsvorschlägen. Man kennt uns Freie Wähler als sehr offen und nahbar, daher steht einer vorbehaltslosen Kontaktaufnahme und dem unmittelbaren Austausch nichts im Wege.

    Die Linke

    Wir fordern die reale Einbeziehung von Bürgerinitiativen und Räten, um Ideen und Interessen der Bürger*innen eng an die Projektentwicklung zu binden. In öffentlichen Bürgerdialogen und -debatten sollen die Menschen aus Seligenstadt demokratisch darüber entscheiden können, wie es beispielsweise mit dem Gelände des Jahnsportplatzes weitergehen soll. Um die Beteiligung an den Angeboten zu erhöhen, möchten wir die Einladungen in verständlicher Sprache und in verschiedenen Übersetzungen formulieren. Zudem wollen wir hiesige Vereine und Organisationen in die Organisation einbeziehen. Zusätzlich müssen die Ergebnisse der Bürgerdialoge nachweislich und verbindlich in die Entscheidungen des Stadtparlaments einfließen. Die Stadtverwaltung soll lediglich den Mehrheitswillen umsetzen, denn eine reine Auseinandersetzung im Stadtparlament reicht nicht aus. Auf diesem Wege können sich Menschen besser in Prozesse einbinden, denn nur wer das Gefühl hat, auch gehört zu werden, wird sich in Zukunft weiter an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen.

    3. Wie werden Sie die Schulwege zu Fuß und mit dem Fahrrad sicherer gestalten? Bitte erläutern Sie das am Beispiel des Schulwegs aus dem Niederfeld zur Konrad-Adenauer-Schule.

      CDU

      Die CDU setzt sich für sichere, gut einsehbare und durchgängige Schulwege ein. Ein wichtiger Baustein ist dabei die geplante Umgestaltung des Knotenpunkts Jahnstraße und Kapellenstraße/Ellenseestraße, durch die sich die Verkehrssituation insgesamt verändern wird.

      Wir werden diesen Prozess weiterhin konstruktiv begleiten und dabei insbesondere die Belange der Kinder sowie die Sicherheit der Schulwege zu Fuß und mit dem Fahrrad konsequent mitdenken.

      FDP

      Sichere Schulwege haben für uns Priorität. Wir wollen die Route aus dem Niederfeld zur Konrad-Adenauer-Schule durch bessere Querungsmöglichkeiten, klar markierte Fuß- und Radwege, Tempo-30-Regelungen an sensiblen Stellen sowie moderne Geschwindigkeitsüberwachung sicherer machen. Die bekannte Engstelle rund um die Kreuzung Ellensee-/Jahnstraße und den Verkehr in Richtung Seligenstadt-Nord wollen wir im Zuge der Jahnsportplatz-Planung nachhaltig entschärfen. Eine zentrale Rolle wird hier dem dort geplanten Kreisverkehr zukommen.

      Grüne

      Kinder müssen selbstständig und sicher zur Schule kommen können. Dafür braucht es eine verkehrsberuhigte, übersichtliche und gut gestaltete Infrastruktur. Für den Schulweg aus dem Niederfeld zur Konrad-Adenauer-Schule setzen wir uns ein für:

      • sichere, durchgängige Fuß- und Radwege, ggf. Kolpingstraße zur Fahrradstraße machen
      • klare Querungshilfen wie z.B. Zebrastreifen oder Mittelinseln an hochfrequentierten Übergängen wie dem Übergang Kolpingstraße zur Jahnstraße oder der Ellenseestraße auf Höhe des Parkplatzes zur Krippe Burg Wirbelwind
      • Temporeduzierung (Tempo 30) Bring- und Abholzeiten koordinieren, Autoverkehr vor der Schule konsequent reduzieren
      • bessere Sichtbeziehungen durch konsequentes Parkraummanagement,
      • “Laufbusse/Gehgemeinschaften” organisieren, mit wechselnder Begleitung durch Erwachsene
      • regelmäßige Schulweg-Audits gemeinsam mit Eltern, Schulen und Kindern, ggf. Polizei involvieren, Verkehrssicherheit beachten (gut sichtbare Kleidung, Helm tragen, verkehrssicheres Fahrrad)

      Unser Ziel ist eine Stadt, in der sich Kinder sicher und selbstständig bewegen können – das nützt allen.

      SPD

      Der Schulweg aus dem Niederfeld entlang der Ellenseestraße ist derzeit nicht ausreichend sicher. Die SPD setzt sich hier für konkrete verkehrsberuhigende Maßnahmen ein. Dazu gehören der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Jahnstraße/Ellenseestraße, die teilweise Umwandlung der Ellenseestraße in eine Einbahnstraße sowie die Einrichtung sicherer Rad- und Fußwege. Zusätzlich sind Maßnahmen gegen zu schnelles Fahren notwendig, etwa durch bauliche Fahrbahnverengungen oder regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen wie durch den Blitz-Trailer. Kinder müssen ihren Schulweg selbstständig und sicher zurücklegen können.

      FWS

      Unser Antrag bezüglich des Kreisels am Knotenpunkt Ellenseestraße/Jahnstraße hat dafür gesorgt, dass im neuen Bebauungsplan für das Gebiet um den Jahnsportplatz dieser Kreisverkehr fest vorgesehen ist. Wir haben zahlreiche Male auf die Dringlichkeit hingewiesen und werden auch weiterhin Druck machen, um hier nicht noch mehr Zeit ins Land gehen zu lassen.

      Wir sehen die Ellenseestraße als Schulweg und nicht als Durchfahrtsstraße, daher streben wir auch hier eine Umgestaltung an. Eine Fahrradsstraße in der Grabenstraße ist auch von uns in der Vergangenheit thematisiert worden, doch stellte sich dies bedauerlicherweise  als nichts mehrheitsfähig heraus, hierfür würden wir uns mit neuen Mehrheiten wieder stark machen.

      Die Linke

      Ein sicherer Schulweg ist für alle Eltern und Schulkinder eine Voraussetzung, damit Kinder selbstständig zur Schule laufen können. Der Schulweg aus dem Niederfeld zur Konrad-Adenauer-Schule ist auf der Laufroute an der Ellenseestraße unserer Ansicht nach nicht sicher. Der starke Verkehr, vor allem auch der Lieferverkehr, sowie die Dunkelheit am Morgen sind dabei große Faktoren. Wir sehen Schule, Ordnungsamt und Stadt in der Pflicht, Vorgaben zu einer Laufroute zu machen. Eine solche Schulwegempfehlung soll den Vorschulkindern bereits vor der Einschulung mitgegeben werden, damit diese im besten Fall bereits geübt werden kann. Zudem muss diese Empfehlung online auf den Seiten der Stadt und der Schule einsehbar sein. Farbliche Markierungen der Route als Kennzeichnung des Schulwegs, die auf die Schulkinder aufmerksam machen, wie Warnfiguren „Achtung Schulkinder“ mit Reflektoren, sind unerlässlich. Um den Verkehr zu beruhigen, kann die Stadt feste Kontrollsysteme nutzen und Bodenschwellen etablieren, denn die vorgegebene Geschwindigkeit von 30 km/h wird unserer Einschätzung nach oft nicht eingehalten. Als Alternative zur Ellenseestraße kann der empfohlene Schulweg auch über die Kolpingstraße geleitet werden, wobei es hierfür zusätzliche bauliche Maßnahmen sowie sichere Übergänge braucht.

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      Erfolgreiche Premiere für Einhard-Rock im Nachbarschaftshaus

      Erfolgreich bewährt hat sich seit ein paar Jahren „Einhard-Rock“. Bei großem Andrang des Publikums treten im Sommer auf der Bleiche mehrere Musikbands aus dem Raum Seligenstadt auf. Bei den Organisatoren dieser Veranstaltung kam der Gedanke auf, im kleineren Rahmen „Einhard-Rock“ auch im Winter zu veranstalten, natürlich Indoor. Im Nachbarschaftshaus am Hasenpfad war bald der Platz gefunden, in dem Bands und Zuschauer Raum genug hatten für einen Anfang.

       Am Samstag, 17. Januar, war es dann so weit. Zwei Bands waren ausgesucht, als feste Programmpunkte den größten Teil des Nachmittags zu übernehmen. Mit „Klub Kowalski“ spielte eine reine Frauengruppe deutschen Punkrock und bekam reichlich Beifall.  

      Zu Beginn der Veranstaltung glänzte „Klub Kowolski“ mit deutschem Punk-Rock.

      Danach wurde es bei „Empty Hourglass“ im Nachbarschaftshaus bedeutend lauter. Die Band drehte bei Heavy Metal ordentlich auf.

      Lauter wurde es danach mit Heavy Metal von „Empty Hourglass“.

      Die harte Musik heizte die Stimmung unter dem vorwiegend männlichen Publikum ordentlich auf. Es gab es kaum freien Platz mehr im Zuschauerbereich.

      Gut gefüllt mit Publikum war der Saal im Nachbarschaftshaus.

      In den Pausen sorgte der Jugendbeirat der Stadt gemeinsam mit Mitgliedern der Sportfreunde Seligenstadt dafür, dass Hunger und Durst nicht zu kurz kamen. Es gab Popcorn, Würstchen, vegetarisches Essen und dazu Getränke. Die Bilanz der Veranstalter fiel positiv aus. Es soll eine Fortsetzung im nächsten Winter geben.

      Karl-Heinz Riedel

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      Kategorisiert als Reportagen

      Ein Hard-Rock-Fest

      Jetzt im Winter – und drinnen

      Am Samstag dem 17. Januar 2026 ab 18 Uhr lädt das EINHARDROCK-Team junge Musikerinnen und Musiker ein, sich im Nachbarschaftshaus zu präsentieren. Es stehen zwei Bands sowie eine Open-Mic-Session im Fokus. Snacks und Getränke stehen bereit; der Eintritt ist frei.

      Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro der Einhardstadt Seligenstadt sowie allen Organisierenden des EINHARDROCK-Festivals bietet die Veranstaltung eine Plattform für junge Talente – jetzt auch im Winter. Das Format wird erweitert und richtet sich an Jugendliche, die sich öffentlich hören und zeigen möchten. Erster Stadtrat Oliver Steidl unterstützt die Initiative: „Das jährliche EINHARDROCK-Festival im Sommer zeigt: Talente brauchen Räume. Wir freuen uns, jungen Musikerinnen und Musikern eine weitere Chance zu geben.“

      Veranstaltungsort: Nachbarschaftshaus, Am Hasenpfad 31, 63500 Seligenstadt. Datum & Uhrzeit: 17. Januar 2026 ab 18 Uhr. Kontakt & Infos: Katrin Nietgen und Julia Sauer, E-Mail: Jugendtreff@seligenstadt.de

      96. Internationales Begenungscafé

      Der Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt lädt ein zum Besuch des 96. Internationalen Begegnungscafés am 20. Dezember 2025 von 15 bis 17.30 Uhr. Ort der Veranstaltung ist wie gewohnt das Evangelische Gemeindezentrum in der Jahnstraße 24.

      Ein vorweihnachtlichter Höhepunkt wird gegen 16 Uhr der Auftritt eines ukrainischen Damenchors mit ukrainischen, englischen und deutschen Winter- und Weihnachtsliedern sein.

      Die Teilnahme ist kostenfrei, alle sind herzlich willkommen!


      Spielplatz Berliner Straße soll 2026 erneuert werden

      Austausch-Termin im Nachbarschaftshaus nur spärlich besucht

      Mehrere Mütter hatten sich bei der Stadt darüber beschwert (wir berichteten in unserer Online-Ausgabe www.niederfeld-rundblick.de darüber), wie der aktuelle Zustand des Spielplatzes in der Berliner Straße vor Haus Nr. 31 sei. Vor zwei Jahren sei versprochen worden, dass der gewünschte Wasserspielplatz bald eröffnet werde. Dies sei auch in diesem Jahr nicht geschehen. Allgemein sehe der ganze Bereich verwildert aus. Zu alledem sei auch noch das beliebte Trampolin gesperrt worden.

      Reagiert hatte die Stadt damit, dass der Erste Stadtrat Oliver Steidl am vergangenen Freitag zu einer Anhörung  ins Nachbarschaftshaus eingeladen hatte,  um „gemeinsam die Wünsche und Anregungen der Kinder und Erwachsenen zu hören.“  Die erfüllbaren Vorschläge sollten bei der Neugestaltung des Spielplatzes berücksichtigt werden.

      Leider waren zu diesem Termin nur wenige Anwohner erschienen. Sie hatten verpasst, wie zunächst Oliver Steidl die aktuelle unbefriedigende Situation darstellte und dass sie verbessert werden soll.

      Erster Stadtrat Oliver Steidl bei der Begrüßung

      Im Anschluss daran referierte Daniel  Knop vom Bereich Grünflächen des Liegenschaftsamts darüber, wie eine Umgestaltung geplant ist. Auf drei Moderationstafeln zeigte er „Ist – Soll – Umsetzung“: Fotos der derzeitigen Situation, eine Skizze, auf der sichtbar war, welche Flächen mit Spielgeräten und Bepflanzung belegt sind. Auf Nummer drei gab es Fotos zu sehen, die zeigten, welche Spielgeräte auf dem Platz hinzukommen könnten.  

      Oliver Knop vom Liegenschaftsamt erklärt die Situation an den Moderationstafeln

      Eine der anwesenden Mütter schilderte, warum sie sich über den Zustand des Spielplatzes beschwert hatte und vor allem darüber, dass sich so lange Zeit dort nicht geändert hat. Daniel Knop erklärte, er habe den Auftrag, den Platz im kommenden Jahr wieder so herzustellen, dass es für Kinder und Angehörige wieder Spaß macht, sich dort aufzuhalten. Das hänge nicht zuletzt davon von der Finanzierung ab, die die Stadt nicht alleine tragen kann. Vom Land Hessen erwarte er für das Jahr 2026 Zuschüsse. Erst wenn geklärt sei, wie hoch diese Mittel ausfallen, kann die Planung beginnen, was für den Spielplatz neu angeschafft werden kann. Er wünsche sich, dass das bis zum Sommer nächsten Jahres geschehen wird.

      Positiv sei, so Knop, dass am Platz Bäume und Sträucher als Schattenspender vorhanden seien, so dass in dieser Beziehung relativ wenig zu ändern sei. Die Matschhügel sollen abgeflacht werden, damit die Erde nicht ins Trampolin gerät. Das war der Grund dafür, dass es aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste.

      Vorschläge für neue Spielgeräte auf der Moderationswand 3

      In der Diskussion um neue Spielgeräte wies der Referent mit Blick auf die Skizze auf Moderationstafel darauf hin, wieviel Platz für Neues inklusive des Sicherheitsabstandes möglich ist. Der reicht zum Beispiel nicht für eine große Schaukel. Die solle in kleinerem Maßstab ebenso hinzukommen wie ein Fitnessgerät. Auch für ausreichend Sitzgelegenheiten soll gesorgt werden. Das fand Zustimmung bei den anwesenden Angehörigen der Kinder.

      Zum Schluss wies Daniel Knop darauf hin, dass er weiterhin dankbar für Vorschläge zu der Umgestaltung ist. Man erreicht ihn mit der Mailadresse erreichen: spielplatz-niederfeld@seligenstadt.de

      Karl-Heinz Riedel

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      Kategorisiert als Reportagen

      Caritas ist umgezogen

      Die Caritas ist von den Räumen Kolpingstraße 36 – 38 (über der Agentur für Arbeit) umgezogen. Die neue Adresse lautet jetzt Frankfurter Straße 110.

      Dazu schreibt Caritas auf Facebook: „Wir melden uns zurück! Langsam kehrt in den neuen Räumen Normalität ein. Wir haben nur leider ein kleines Problem: Unsere Klingel zur Frankfurter Straße 110 funktioniert noch nicht, und uns fehlen noch ein paar große Hinweis-Schilder, damit ihr uns gut findet.“

      „Benutzt daher bitte den Eingang Trieler Ring 94 (gegenüber der Praxis von Prof. Dr. Hadidi) bei dem großen Parkplatz hinter dem Friseurladen „Clips“. Rechts vom Eingang des Ladens gibt es einen kleinen Fußgänger-Durchgang nach hinten zu den Parkplätzen. Wir sind in den Räumen mit der langen Fensterfront zu Eurer Linken.“

      Karl-Heinz Riedel

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      Kategorisiert als Reportagen