Vielfalt rund um das Nachbarschaftshaus beim Niederfeldfest
Viele Begegnungen gab es beim Niederfeldfest am 12. September im und am Nachbarschaftshaus und auf der verlängerten Ellenseestraße. Initiativen und Vereine luden zu ihren Informationsständen ein, ein buntes Programm gab es auf der Bühne am Durchgang zum Platz der Freundschaft, Spielmöglichkeiten wurden gerne genutzt und auch die Getränke- und Speiseangebote waren vielfältig. Die Rundblick-Redaktion lud zu einer Fotoaktion unter der Überschrift „Ich lebe gern im Niederfeld“ ein. Neue Integrationslotsinnen wurden auf der Bühne vorgestellt und das Musik-Programm wurde von Kita bis Niederfeld-Band von allen Altersgruppen gestaltet.
Produktionshallen vom Textilwerk Acker werden abgerissen
Wer über die Unterbeune zum Marktzentrum Nord fährt, hat sicherlich schon bemerkt, dass an der Ecke Unterbeune / Kolpingstraße kräftig gebaut wird.
Die Produktionshallen der Firma Acker-Textilwerk dort sind abgerissen. An deren Stelle wurde ein riesiges Loch ausgeschachtet, bis zur Kolpingstraße.
Zwei große Kräne wurden aufgestellt, einer an der Kolpingstraße, der zweite am anderen Ende der Baugrube an der Unterbeune, angrenzend an das Gelände der Firma Sattler-Energie. Das Untergeschoss, in das eine Tiefgarage mit Zufahrt von der Kolpingstraße kommen soll, ist fertig betoniert. Mittlerweile ist auch der Rohbau des Erdgeschosses errichtet, und man baut am ersten Obergeschoss.
Dort sollen dort drei Häuser mit 24 Eigentumswohnungen entstehen.
Die ersten Häuser sollen Ende 2027 bezogen werden können.
Dabei wird es wohl nicht bleiben. Auf einem der Projektfotos kann man sehen, dass auch auf der gegenüberliegenden Nordseite der Unterbeune die Acker-Fabrikhallen abgerissen und durch Wohnhäuser ersetzt werden sollen. Bleibt die Frage, ob dies auch Eigentumswohnungen werden oder ob dort Mietwohnungen entstehen. Eine Anfrage beim neuen Eigentümer Bauquadrat Projekt GmbH (in Rodgau) blieb bislang ohne Antwort.
Auch unsere Nachfrage, was weiter in dem Viertel werden soll, ist bislang nicht beantwortet. Zur Firma Acker-Textilwerk gehörten nämlich auch Flächen und bebaute Grundstücke zwischen Kolpingstraße (bis zum Arbeitsamt) und der Ellenseestraße, einschließlich des Büro-Hochhauses gegenüber der Einmündung der Friedrich-Ebert-Straße und dem Betriebsgelände der Galvanik-Firma LKS Kronenberger GmbH. Da Bauquadrat Projekt GmbH das gesamte Gelände des einstigen Acker-Textilwerks erworben hat, ist zu vermuten, dass auch auf der Westseite der Kolpingstraße die Fabrikhallen abgerissen und durch Wohnbauten ersetzt werden sollen. Spannend bleibt die Frage, was aus dem Büro-Hochhaus an der Ellenseestraße wird.
Eröffnung von kaleidoskop kinder + jugendtheater in der hessischen Region
und Geburtstagsfeier am 11. September im Niederfeld
Ein sonniger Spätsommernachmittag auf der Grünfläche zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straßein Seligenstadt-Niederfeld. Hier gibt es heute Nachmittag gleich zwei Anlässe zum Feiern: den 30. Geburtstag von kaleidoskop kinder + jugendtheater in der hessischen region und die Eröffnung der diesjährigen kaleidoskop-Saison. Rund 150 Besucherinnen und Besucher sind gekommen, Alt und Jung, Groß und Klein, einige haben Picknickdecken und Proviant mitgebracht, andere kommen spontan vom Spielplatz hinüber, um Jana Korbs „Allwetter-Performance mit luftartistischen Höhenflügen“ zu sehen. Immer wieder bindet die Artistin aus Kebra in Sachsen-Anhalt das Publikum direkt in das Geschehen ein. So zeigt sie ihre Taucherbrille und fragt: „Regnet es so sehr, dass man unter Wasser tauchen muss?“ Als Antwort aus dem Publikum kommt sogleich ein energisches „Nein!“ Damit ihre hohe grüne Leiter sicher steht, müssen Menschen aus dem Publikum die Leiter unten festhalten. Nur so kann Jana Korb freihändig die Sprossen hochbalancieren oder ganz oben ihre schwindelerregende Akrobatik zeigen. Für die Kinder aus dem Niederfeld ist es etwas Besonderes, all dies live in der idyllischen Grünanlage mit dem alten Baumbestand zwischen den Hochhäusern mitzuerleben. „Ich finde diesen Ort einfach immer wieder toll, fernab vom Straßenverkehr und mittendrin im Wohngebiet,“, sagt Claus Ost, Gemeindepädagoge vom Kinderclub im evangelischen Gemeindezentrum Seligenstadt und kaleidoskop-Kooperationspartner vor Ort. „Sonst kommen die Kinder zu uns in den Club, jetzt sind wir bei ihnen zu Gast“, sagt er. Seit 1999 gibt es kaleidoskop-Gastspiele in Seligenstadt mit bisher 80 Theaterstücken. Auch die Open-Air-Aufführungen im Niederfeld haben Tradition, 2006 war dort erstmals Open-Air-Theater zu sehen, die Kinder von einst kommen jetzt mit ihren Kindern. Ergänzend zur Grundförderung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, war der Eintritt dank Unterstützung der Nassauischen Heimstätte, Eigentümerin der Hochhäuser im Niederfeld, immer frei. Neben der Vorstellung von Jana Korb gibt es an diesem Nachmittag Geburtstagsmuffins sowie vielfältige Bastel- und Spielemöglichkeiten. Auch die mit Helium gefüllten Luftballons kommen bei den Kindern gut an.
Die Grußworte vor der Vorstellung sprechen Oliver Steidl, Erster Stadtrat von Seligenstadt, Pfarrer Alexandru Lita, evangelische Ortskirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen, die zur Gesamtkirchengemeinde „Mainperlen“ gehört, und Angela Reisert-Bersch von der Nassauischen Heimstätte. Sie alle betonten, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, Theater hautnah mitzuerleben, um zu staunen, mitzufiebern und jenseits von Bildschirmen der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen. Als Gast ist auch Dekan Steffen Held vom Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau zugegen. „Diese breite Unterstützung ist sehr wichtig für uns“, sagt Heike Scharpff, Projektleitung kaleidoskop. Sie freut sich, dass zur Eröffnung und Geburtstagsfeier in Seligenstadt auch Kooperationspartner aus weiteren kaleidoskop-Gastspielorten angereist sind: Mirjam Usbeck und Ekkehart Voigt vom Blumenhof in Weilmünster, Andreas Goldberg aus Lauterbach und Christiane Bergmann aus Mainhausen. Nach der Eröffnung in Seligenstadt gastiert kaleidoskop mit sieben weiteren Produktionen für Kinder und Jugendliche vom nordhessischen Bad Arolsen bis zum südhessischen Mainhausen in kleineren hessischen Gemeinden.
Die Künstlerinnen und Künstler sorgen dafür, dass es auf hessischen Bühnen bunt und laut wird, es geht um Tiere; bekannte Geschichten, die neu erzählt werden; Figuren, die sich mit brennenden Fragen zu Liebe und Identitätssuche auseinandersetzen – und das oft mit dem Zauber einer Melodie, denn Musik spielt in fast allen Stücken eine prägende Rolle. Am 4. Dezember geht die kaleidoskop-Saison nach 28 Aufführungen in ganz Hessen in Mainhausen mit einer Aufführung von „Ein Schaf fürs Leben“ zu Ende.
kaleidoskop bringt seit 1996 darstellende Kunst in kleinere Gemeinden in Hessen. Die Vision seit 30 Jahren: Jedem Kind und Jugendlichen einmal pro Jahr auch jenseits des urbanen Raums ein spannendes, hautnahes Theatererlebnis zu ermöglichen.
Ausländerbeirat Seligenstadt neu konstituiert – Ergün Kumcu wurde ein weiteres Mal zum Vorsitzenden gewählt
Der Ausländerbeirat der Stadt Seligenstadt hat sich nach der Kommunalwahl im März in seiner konstituierenden Sitzung neu aufgestellt. Die Mitglieder wählten Ergün Kumcu einstimmig erneut zum Vorsitzenden. Damit setzt Kumcu seine langjährige ehrenamtliche Arbeit für die Interessen der zugewanderten Bevölkerung in Seligenstadt fort.
Dem neu gewählten Gremium gehören neben Ergün Kumcu (Türke) noch Nadia Chavez Sarmiento (Deutsche/Kolumbianerin), Walid Ahmad (Deutscher/Pakistani), Robertus Heiligers (Niederländer), Eda Dinç (Deutsche/Türkin), Abdu Isa (Deutscher/Kameruner) und Thasin Dinç (Österreicher/Türke) an.
Eine Stimme für die zugewanderte Bevölkerung
Der Ausländerbeirat ist ein demokratisch gewähltes politisches Gremium und wird von der nichtdeutschen Bevölkerung Seligenstadts gewählt. Er vertritt die Interessen der zugewanderten Bevölkerung gegenüber dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung. Dem Gremium können auch Menschen angehören, die selbst zugewandert sind und inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Interessenvertretung, die Beratung der städtischen Gremien sowie die Förderung des gesellschaftlichen Dialogs. Der Ausländerbeirat bringt Anliegen und Erfahrungen der Menschen mit internationaler Geschichte in die Kommunalpolitik ein, gibt Anregungen und Stellungnahmen ab und versteht sich zugleich als Anlaufstelle für Fragen rund um Integration und Zusammenleben.
Für neue Legislaturperiode viel vorgenommen
Für die kommende Legislaturperiode hat sich der neu gewählte Ausländerbeirat viel vorgenommen. Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft soll weiter gestärkt und das friedliche Miteinander in Seligenstadt gefördert werden. Gleichzeitig möchte das Gremium in der Öffentlichkeit noch präsenter und für die Anliegen von Menschen mit internationaler Geschichte besser erreichbar sein.
Geplant sind unter anderem Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie Demokratie, Extremismusprävention, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Initiativen und der Stadtverwaltung soll weiter intensiviert werden.
Menschen mit Migrationsgeschichte sollen bei Fragen des Alltags stärker begleitet und ihre Anliegen noch gezielter in die kommunalpolitischen Gremien eingebracht werden. Darüber hinaus möchte der Ausländerbeirat insbesondere jüngere Bürgerinnen und Bürger für seine Arbeit gewinnen und die politische Beteiligung fördern.
Ein weiteres wichtiges Anliegen bleibt der konsequente Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für Chancengleichheit.
„Unser Ziel ist es, Brücken zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu bauen und dazu beizutragen, dass sich alle Menschen in Seligenstadt gehört, vertreten und willkommen fühlen“, sagen die Beiratsmitglieder.
Der Ausländerbeirat tagt regelmäßig und steht allen Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung an der Adresse Marktplatz 1, 63500 Seligenstadt, Telefon 06182 / 87-4000, E-Mail: auslaenderbeirat@seligenstadt.de
Am Platz der Freundschaft gab es früher das chinesische Restaurant „Lotus“. Nach ‚Corona‘ wurde es geschlossen. Es war nichts mehr los auf dem Platz. Das leerstehende Gebäude war kein schöner Anblick. Schließlich wurde es verkauft.
Die neuen Besitzer haben das Gebäude erst einmal entkernt. Nichts erinnert mehr an den einstigen Edeka und das Lotus. Zum Platz der Freundschaft ist eine neue große Glasfront entstanden, die bis zum Boden reicht. Zur Ellenseestraße hin wurde eine überdachte Terrasse geschaffen, vor der groß „Amici“ leuchtet. (Diese Terrasse darf allerdings vorläufig noch nicht genutzt werden, weil für diesen Teil die neue Nutzung noch genehmigt werden muss.)
Das Restaurant und der Streifen davor zum Platz der Freundschaft hin, mit Sitzgruppen und Sonnenschirmen, sind seit dem 29. Mai in Betrieb. Drinnen laden gemütliche tiefrote Lederbänke und beige Stühle ein. Kinder sind vor allem von der großen Eistheke mit 18 verschiedenen Sorten Speiseeis begeistert. Es gibt auch eine Kuchentheke mit hausgemachten Kuchen.
Das Restaurant ist italienisch ausgerichtet, bietet aber auch Steaks und Burger an.
Allen, die dort schon gegessen haben, hat es geschmeckt, und sie lobten den freundlichen Service.
Montags bis samstags, von 11 bis 14:30 Uhr, gibt es Mittagstisch, mit Vor- und Nachspeise, täglich wechselnd, ab 14,90 €. Wie man sieht, sind die gemütlichen Sitzgruppen vor dem Restaurant auch am Nachmittag und Abend beliebt. Das Lokal ist jeden Tag und durchgehend geöffnet, mindestens von 11 bis 22 Uhr .
Das „Amici“ hat mehr Leben auf den Platz der Freundschaft gebracht. Nun gibt es wieder einen gemütlichen Treffpunkt im Niederfeld, wo man auch essen und trinken kann.
Am 29. Mai wurde zum dritten Mal ein Bayram-Kinderfest auf dem Platz der Freundschaft gefeiert.
Das „Projekt Seligenstadt“ hatte Spielstationen aufgebaut und verteilte Zuckerwatte, Getränke und Kuchen, das Spielmobil des Kinderclubs im evangelischen Gemeindezentrum war da und der Künstler Josef Ruppel hatte erstmals seine Buchstaben-Installation „Sei Mensch“ aufgebaut.
Nursel Seilkopf vom „Projekt Seligenstadt“ freute sich: „Hier haben sich heute Viele getroffen, die unterschiedlich sind, zum Beispiel in ihrem Glauben. Aber wir leben zusammen – und so feiern wir heute auch zusammen. Kinder, behaltet die Freundschaft – und macht nie Unterschiede zwischen euch. Feiern wir zusammen Bayram, Ostern, Weihnachten! Wenn man teilt, wenn man auch die Freude teilt, macht das umso mehr Spaß.“
„Eine Gesellschaft, die sich trifft, ist das wichtigste, was man hier haben kann“ betonte Erster Stadtrat Oliver Steidl. Er freute sich, dass auch mit der Eröffnung des Restaurants „Amici“ eine Belebung des Platzes gelungen sei. Das neu eröffnete Restaurant und Eiscafé spendierte zum Fest für jedes Kind eine Eiskugel.
Eine Gruppe aus der katholischen Kirchengemeinde St. Marien lud am Schriftzug von Josef Ruppel dazu ein, über das nachzudenken, was zum Menschsein gehört. Die Metallbuchstaben sind inspiriert von der jüdischen Holocaust-Überlebenden und Einhard-Preisträgerin Margot Friedländer, die formuliert hat: „Es gibt kein christliches, jüdisches oder muslimisches Leben, sondern nur menschliches. Seid Menschen!“ Kinder und Erwachsene konnten auf Papiermenschen ihre Gedanken festhalten. Die Installation ist jetzt an der Evangelischen Kirche an der Zellhäuser Straße zu sehen und wird anschließend vor St. Marien aufgebaut.
Bereits einen Tag zuvor gab es an der Konrad-Adenauer-Schule für die dritten Klassen einen Projekttag „Religion“. Dort wurde an Abraham, den Stammvater des Judentums, des Islam und des Christentums erinnert. Gebetshaltungen, Feste, Gebäude, Heilige Schriften waren die Überschriften der Stationen, in denen es darum ging, mit den Kindern über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Religionen ins Gespräch zu kommen.
Inhalt war auch die Geschichte des Opferfestes, bei dem an die Prüfung Abrahams (arabisch Ibrahim) erinnert wird, dem von Gott aufgetragen wurde, seinen Sohn zu opfern. Als Abraham dem Befehl Gottes nachkommen will und laut Koran auch Ismail dem zustimmt, schickt Gott ihm ein Tier, das er anstelle seines Sohnes opfern soll. In der jüdisch-christlichen Überlieferung wird erzählt, dass Abraham diese Geschichte mit seinem Sohn Isaak erlebt hat.
Wichtig ist bei diesem Tag der Gruß, der gemeinsam geübt wird: „Friede sei mit Dir – Hevenu shalom aleichem – Salam Aleikum – Aleikum Asalam“
Beim Projekttag war mit Oliver Dainow aus Hanau erstmals auch ein Vertreter einer jüdischen Gemeinde beteiligt.
Beim Bayram-Fest war dann eine gute Gelegenheit, diesen Friedensgruß zu wiederholen, und sich gemeinsam an die verbindende Geschichte zu erinnern.
Der Sozialgenialkurs der Merian-Schule verbrachte einen abwechslungsreichen und gelungenen Vormittag in der Konrad-Adenauer-Grundschule. Dort organisierten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angebote für die Kinder des Ganztagsbereichs. Besonders beliebt waren das gemeinsame Fußballspielen sowie die Glitzertattoos, die mit viel Kreativität und Geduld gestaltet wurden.
Schon nach kurzer Zeit herrschte eine fröhliche und lebendige Stimmung. Viele Kinder nahmen begeistert an den Aktionen teil und hatten sichtlich Spaß daran, sich sportlich auszupowern oder sich ein buntes Tattoo auszusuchen. Die Fußballspiele sorgten für viel Bewegung, Teamgeist und Fairness, während bei den Glitzertattoos vor allem fantasievolle Motive wie Sterne, Tiere oder Herzen gefragt waren.
Das Angebot wurde so gut angenommen, dass sogar Kinder aus anderen Klassen neugierig dazukamen und ebenfalls mitmachen wollten.
Dadurch entstanden schnell neue Kontakte und viele gemeinsame Gespräche zwischen den älteren und jüngeren Schülerinnen und Schülern. Besonders schön war zu sehen, wie offen, freundlich und hilfsbereit alle miteinander umgingen.
Für den Sozialgenialkurs aus der Merianschule war der Vormittag eine wertvolle Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und erleben, wie viel Freude sie anderen Kindern mit einfachen Aktionen bereiten können. Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass der Besuch in der Konrad-Adenauer-Grundschule ein voller Erfolg war und gerne wiederholt werden sollte.
„Wollen wir heute Mittag im Goldenen Löffel zusammen essen?“ Diese Verabredung ist seit Mitte April für die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Niederfeld möglich. Nach einer Umgestaltung ist dort ein freundlich eingerichtetes Kinder-Restaurant entstanden, mit hellen Holzbänken und Tischen und beweglichen Buffet-Schränken mit eingelassenen Glasplatten, auf denen kalte und warme Gerichte hygienisch und Brandschutz-konform angeboten werden können. Im früheren Schlafraum wurden außerdem Wandelemente zum Schallschutz montiert, damit während des Essens der jungen Gäste der Geräuschpegel nicht zu hoch wird.
Anfang Mai hatte das Leitungsteam der Kita die Unterstützenden des Projekts eingeladen, das Ergebnis in Augenschein zu nehmen. Christine Mock, die Leiterin der Kita, dankte den anwesenden Sponsoren von der „Bunten Kiste“, der Volksbank Seligenstadt und dem Ortsausschuss der evangelischen Kirchengemeinde für die Hilfe bei der Finanzierung des Vorhabens. Ihre Stellvertreterin Heike Korth betonte die Ziele des Projekts: ein Gespür für den eigenen Körper zu entwickeln, vielfältige Speisen und Geschmäcker kennenzulernen, Selbstbestimmung einzuüben und den Kindern Lust auf gutes Essen zu machen.
Das Konzept des „Goldenen Löffels“ entwickelten die Pädagoginnen der Kita bei Teamtagen im Rahmen des Pilotprojekts „Apfel und Möhre – klimagesundes Kita-Essen“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Die Kinder haben jetzt morgens Auswahl beim Frühstücksbuffet zwischen Rohkost, Käse, Aufstrichen und einer Müsli-Bar inklusive einer Flockenquetsche mit wechselnden Getreidesorten und mittags bei einer warmen Mahlzeit mit mehreren Komponenten und einer Salatbar. Durch die Selbstbedienung der Kinder gibt es wenig Reste auf den Tellern. Was übrig bleibt, wird sortiert und gewogen, um zukünftig noch weniger Abfall entstehen zu lassen.
Nach jedem Essen wird mit farbigen Plättchen das Essen bewertet. Dadurch bleiben nur die Gerichte auf dem Speiseplan, die den Kindern schmecken. Die Hauswirtschafterinnen der Kita achten darauf, dass in jedem Fall alle wichtigen Nahrungskomponenten enthalten sind. Damit für alle Beteiligten gute Mahlzeiten entstehen, werden Lebensmittel aus Bio-Anbau, Unverpackt- und Welt-Laden verwendet.
Christine Mock und Heike Korth sehen diese Ernährungs-Werkstatt als den Beginn von einem neuen Konzept im Kita-Alltag mit Werkstätten, die den Kindern zukünftig zu mehr Freiheit, Selbständigkeit und damit auch Verantwortung für ihre Entscheidungen verhelfen sollen.
Schon jetzt können die 70 Kinder, die in der Kita am Mittagessen teilnehmen, entscheiden, wann sie innerhalb der Zeit von 12 bis 14 Uhr essen möchten – müssen allerdings wie im richtigen Restaurant danach schauen, dass dann noch einer der 24 Plätze im „Goldenen Löffel“ frei ist.
Früher gab es am Platz der Freundschaft im Niederfeld, zwischen Berliner Straße und der verlängerten Ellenseestraße, fast alles für den täglichen Bedarf. Da war eine Bäckerei-Filiale mit Café-Ecke, eine Metzgerei-Filiale, ein Feinkost- und Gemüse-Geschaft, ein Edeka. Nach und nach war alles verschwunden. Zum Einkaufen musste man mindestens bis zum Marktzentrum-Nord an der Steinheimer Straße.
Seit dem 15. Mai gibt es für den täglichen Bedarf einen Ersatz:
Am Platz der Freundschaft, neben der früheren Bäckerei-Filiale, hat nämlich ein Nahkauf-Laden eröffnet.
Der bietet an, von 7 bis 22 Uhr, samstags 8 bis 22 Uhr, sonn- und feiertags bis 19 Uhr:
— frische Brötchen und Teilchen (von Bäckerei Wolz),
— Butter, Käse, Wurst, Eier, weitere Lebensmittel;
— Kaffee zum Mitnehmen, Getränke ohne und mit Alkohol;
— Snacks, Eis, Süßigkeiten;
— Tabak und Vapes.
– Demnächst soll man auch Essensportionen bekommen können, die nach frischer Zubereitung sofort schockgefrostet sind.
Die Betreiber, Familie Körner aus der oberen Grabenstraße, sagten mir, dass weitere Artikel auf Bestellung vorhanden sein werden.
Shanaya Lane liest aus ihrem Buch am Weltfrauentag
Die Frauenbeauftragte der Stadt Seligenstadt Verena May hatte für den Weltfrauentag zu einer besonderen Veranstaltung ins Nachbarschaftshaus eingeladen.
„Stop Gewalt an Frauen“, zeigt Verena May, das Thema am Weltfrauentag
Im Mittelpunkt des Programms stand Shanaya Lane mit ihrem Buch „Die beharrliche Stille der Seele“. Bei freiem Eintritt waren alle Interessierten willkommen, nicht nur Frauen.
Ankommen mit Getränken und Gesprächen
Die Veranstaltung begann mit einem „Ankommen“ bei Kaffee, Sekt oder Saft. Die offizielle Begrüßung im Saal nahmen Verena May und der Erste Stadtrat Oliver Steidl vor. Sie freuten sich darüber, dass fast 40 Frauen als Gäste gekommen waren.
Frauenbeauftragte Verena May und Erster Stadtrat Oiliver Steidl begrüßen die Gäste
Danach stellte Shanaya Lane ihr Buch vor. Zunächst bat sie die Gäste der Reihe nach, sich vorzustellen und zu berichten, ob sie in ihrem Leben Arten von Gewalt erfahren haben, physisch, psychisch oder sexuell. Es sollten keine Details erzählt werden, interessant war die Tatsache, ob oder ob nicht. Es waren einige Frauen darunter, die solche Gewalt erlebt hatten. Danach las Lane aus ihrem Buch vor. Die Autorin schreibt darin über eigene Erfahrungen von sexuellem Missbrauch und den Mut, den sie brauchte, ihr Schweigen darüber zu brechen. Im Anschluss gab sie einen kurzen Einblick in die Arbeit mit Opfern dieser Gewalt.
Shanaya Lane zeigt ihr Buch über eigene Erlebnisse, aus dem sie vorliest
In der Mittagspause durften sich die Anwesenden über Getränke und leckere internationale Speisen freuen.
Türkische Frauen brachten selbst zubereitete Speisen für das Mittagessen mit
Für den Nachmittag bot Verena May den Teilnehmerinnen einen Workshop „Wildgans Qigong“ mit Snezana Sattler an. Sattler ist Qigong-Lehrerin und Meditations-Leiterin. 15 Frauen nahmen an dem Kurs teil, der bei sonnigem Wetter im Freien stattfand. Danach stellte ihnen Sattler die „Zwei-Herz-Meditation“ vor, die zu Liebe, innerem und äußerem Frieden führen soll.
Karl-Heinz Riedel
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