An der Unterbeune entstehen Wohnungen

Produktionshallen vom Textilwerk Acker werden abgerissen

Wer über die Unterbeune zum Marktzentrum Nord fährt, hat sicherlich schon bemerkt, dass an der Ecke Unterbeune / Kolpingstraße kräftig gebaut wird.

Die Produktionshallen der Firma Acker-Textilwerk dort sind abgerissen. An deren Stelle wurde ein riesiges Loch ausgeschachtet, bis zur Kolpingstraße. 

Zwei große Kräne wurden aufgestellt, einer an der Kolpingstraße, der zweite am anderen Ende der Baugrube an der Unterbeune, angrenzend an das Gelände der Firma Sattler-Energie. Das Untergeschoss,  in das eine Tiefgarage mit Zufahrt von der Kolpingstraße kommen soll, ist fertig betoniert.  Mittlerweile ist auch der Rohbau des Erdgeschosses errichtet, und man baut am ersten Obergeschoss.

Dort sollen dort drei Häuser mit 24 Eigentumswohnungen entstehen.

Die ersten Häuser sollen Ende 2027 bezogen werden können.

Dabei wird es wohl nicht bleiben. Auf einem der Projektfotos kann man sehen, dass auch auf der gegenüberliegenden Nordseite der Unterbeune die Acker-Fabrikhallen abgerissen und durch Wohnhäuser ersetzt werden sollen.  Bleibt die Frage, ob dies auch Eigentumswohnungen werden oder ob dort Mietwohnungen entstehen.  Eine Anfrage beim neuen Eigentümer Bauquadrat Projekt GmbH (in Rodgau)  blieb bislang ohne Antwort.

Auch unsere Nachfrage, was weiter in dem Viertel werden soll, ist bislang nicht beantwortet.  Zur Firma Acker-Textilwerk gehörten nämlich auch Flächen und bebaute Grundstücke zwischen Kolpingstraße (bis zum Arbeitsamt) und der Ellenseestraße, einschließlich des Büro-Hochhauses gegenüber der Einmündung der Friedrich-Ebert-Straße und dem Betriebsgelände der Galvanik-Firma LKS Kronenberger GmbH.  Da Bauquadrat Projekt GmbH das gesamte Gelände des einstigen Acker-Textilwerks erworben hat, ist zu vermuten, dass auch auf der Westseite der Kolpingstraße die Fabrikhallen abgerissen und durch Wohnbauten ersetzt werden sollen.  Spannend bleibt die Frage, was aus dem Büro-Hochhaus an der Ellenseestraße wird.

Franz Roski

Bilder: Bauquadrat

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Drängelgitter blockiert Behinderte

Auf dem Weg zwischen dem Ende des Wingertswegs der Siedlung Amaliasee und den fünf mehrgeschossigen Wohnblocks am Nordende Seligenstadts wurde an der Ecke des Hauses Steinheimer Str. 131A ein Drängelgitter errichtet, bestehend aus zwei versetzten Gitterstangen im Abstand von knapp über 60 cm .

Wegen der Hausecke und Kantensteinen auf der einen Seite und dem hohen Erdwall gegenüber kann man die Lücke zwischen den Stangen nur mit einer engen S-Kurve und vorsichtigem Rangieren bewältigen.

Viele Behinderten-Fahrzeuge und auch Kinderwagen passen nicht mehr durch, nur Kinder-Buggys.

Nur mit meinem 60 cm schmalen starren Elektro-Rollstuhl bin ich ganz knapp durchgekommen. Mein faltbarer E-Rollstuhl ist 72 cm breit, der passt da nicht durch. Auch mit meinem 62 cm breiten E-Mobil bin ich gescheitert.

Daher werden auch Behinderte mit handgetriebenen Rollstühlen („Aktiv-Rollstühlen“) meist nicht durchkommen, denn sie brauchen wegen der Greifringe rund 10 cm zusätzliche Fahrzeugbreite. Blockiert sind auch Menschen mit anderen breiteren Hilfsfahrzeugen oder Rollatoren.

Von und zu dem Wohnviertel Steinheimer Str. 131A bis 131E kommt man sonst nur über die Straßenfahrbahn der L3065, die an der Zufahrt zu diesem Wohnviertel schon außerorts mit 70 km/h befahren werden kann.

Vom dort viel tieferliegenden Fuß- und Radweg kommen Behinderte nicht über die grasbewachsene Böschung hoch. Außerdem wäre es dort viel zu gefährlich, weil man da sofort auf der schnell befahrenen Landstraße stünde, die nicht einmal einen Randstreifen hat.

Die einzig mögliche Umfahrung des zu eng gebauten Sperrgitters führt über den Fuß- und Radweg vom Lorenkreisel bis zur Ampelkreuzung Klein-Krotzenburg, anschließend über den Ostring, Flachsländer Weg, (Krotzenburger) Stadtweg:  Das sind 4 km!

Franz Roski 

Fotos von Michael Hollerbach und Franz Roski

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Staunen, Mitfiebern und der eigenen Phantasie freien Lauf lassen

Eröffnung von kaleidoskop kinder + jugendtheater in der hessischen Region

und Geburtstagsfeier am 11. September im Niederfeld

Ein sonniger Spätsommernachmittag auf der Grünfläche zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straßein Seligenstadt-Niederfeld. Hier gibt es heute Nachmittag gleich zwei Anlässe zum Feiern: den 30. Geburtstag von kaleidoskop kinder + jugendtheater in der hessischen region und die Eröffnung der diesjährigen kaleidoskop-Saison. Rund 150 Besucherinnen und Besucher sind gekommen, Alt und Jung, Groß und Klein, einige haben Picknickdecken und Proviant mitgebracht, andere kommen spontan vom Spielplatz hinüber, um Jana Korbs „Allwetter-Performance mit luftartistischen Höhenflügen“ zu sehen. Immer wieder bindet die Artistin aus Kebra in Sachsen-Anhalt das Publikum direkt in das Geschehen ein. So zeigt sie ihre Taucherbrille und fragt: „Regnet es so sehr, dass man unter Wasser tauchen muss?“ Als Antwort aus dem Publikum kommt sogleich ein energisches „Nein!“  Damit ihre hohe grüne Leiter sicher steht, müssen Menschen aus dem Publikum die Leiter unten festhalten. Nur so kann Jana Korb freihändig die Sprossen hochbalancieren oder ganz oben ihre schwindelerregende Akrobatik zeigen. Für die Kinder aus dem Niederfeld ist es etwas Besonderes, all dies live in der idyllischen Grünanlage mit dem alten Baumbestand zwischen den Hochhäusern mitzuerleben. „Ich finde diesen Ort einfach immer wieder toll, fernab vom Straßenverkehr und mittendrin im Wohngebiet,“, sagt Claus Ost, Gemeindepädagoge vom Kinderclub im evangelischen Gemeindezentrum Seligenstadt und kaleidoskop-Kooperationspartner vor Ort. „Sonst kommen die Kinder zu uns in den Club, jetzt sind wir bei ihnen zu Gast“, sagt er. Seit 1999 gibt es kaleidoskop-Gastspiele in Seligenstadt mit bisher 80 Theaterstücken. Auch die Open-Air-Aufführungen im Niederfeld haben Tradition, 2006 war dort erstmals Open-Air-Theater zu sehen, die Kinder von einst kommen jetzt mit ihren Kindern. Ergänzend zur Grundförderung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, war der Eintritt dank Unterstützung der Nassauischen Heimstätte, Eigentümerin der Hochhäuser im Niederfeld, immer frei. Neben der Vorstellung von Jana Korb gibt es an diesem Nachmittag Geburtstagsmuffins sowie vielfältige Bastel- und Spielemöglichkeiten. Auch die mit Helium gefüllten Luftballons kommen bei den Kindern gut an.

Die Grußworte vor der Vorstellung sprechen Oliver Steidl, Erster Stadtrat von Seligenstadt, Pfarrer Alexandru Lita, evangelische Ortskirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen, die zur Gesamtkirchengemeinde „Mainperlen“ gehört, und Angela Reisert-Bersch von der Nassauischen Heimstätte. Sie alle betonten, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, Theater hautnah mitzuerleben, um zu staunen, mitzufiebern und jenseits von Bildschirmen der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen. Als Gast ist auch Dekan Steffen Held vom Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau zugegen. „Diese breite Unterstützung ist sehr wichtig für uns“, sagt Heike Scharpff, Projektleitung kaleidoskop. Sie freut sich, dass zur Eröffnung und Geburtstagsfeier in Seligenstadt auch Kooperationspartner aus weiteren kaleidoskop-Gastspielorten angereist sind: Mirjam Usbeck und Ekkehart Voigt vom Blumenhof in Weilmünster, Andreas Goldberg aus Lauterbach und Christiane Bergmann aus Mainhausen. Nach der Eröffnung in Seligenstadt gastiert kaleidoskop mit sieben weiteren Produktionen für Kinder und Jugendliche vom nordhessischen Bad Arolsen bis zum südhessischen Mainhausen in kleineren hessischen Gemeinden. 

Die Künstlerinnen und Künstler sorgen dafür, dass es auf hessischen Bühnen bunt und laut wird, es geht um Tiere; bekannte Geschichten, die neu erzählt werden; Figuren, die sich mit brennenden Fragen zu Liebe und Identitätssuche auseinandersetzen –  und das oft mit dem Zauber einer Melodie, denn Musik spielt in fast allen Stücken eine prägende Rolle. Am 4. Dezember geht die kaleidoskop-Saison nach 28 Aufführungen in ganz Hessen in Mainhausen mit einer Aufführung von „Ein Schaf fürs Leben“ zu Ende.

kaleidoskop bringt seit 1996 darstellende Kunst in kleinere Gemeinden in Hessen. Die Vision seit 30 Jahren: Jedem Kind und Jugendlichen einmal pro Jahr auch jenseits des urbanen Raums ein spannendes, hautnahes Theatererlebnis zu ermöglichen.

Antje Kroll

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Vielfalt erleben beim Stadtteil-Fest


Am Samstag, 12. September, wird von 14 bis 20 Uhr rund um das Nachbarschaftshaus (Am Hasenpfad 31) das Niederfeld-Fest gefeiert.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.

Für musikalische und tänzerische Unterhaltung sorgen die Kita Niederfeld, die Kita St. Marien, der Chor der KAS und die Tanzabteilung der TGS. Darüber hinaus wird ein Song aus dem Musical „Alice by Heart“ als Beitrag des Bündnisses gegen Depression präsentiert. Ab 17 Uhr stehen die Niederfeld Band und die Schulband D’Einhard mit Live-Musik auf der Bühne.

Auch für Kinder gibt es viel zu entdecken: Fahrzeuge der DLRG, der Feuerwehr und des THW können aus nächster Nähe angeschaut werden. Zahlreiche Informations- und Mitmachangebote ergänzen das Programm. Mit dabei sind unter anderem die Sport-Coaches, die Krippe Burg Wirbelwind, der Niederfeld Rundblick und das Spielmobil der evangelischen Gemeinde. Eine vom Jugendbeirat betreute Hüpfburg, Ballonkunst der Nassauischen Heimstätte, Kinderschminken und Upcycling-Projekte des Caritasverbandes
sowie ein Stand mit Handarbeiten sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Auch kulinarisch ist für Vielfalt gesorgt. Kaffee, Kuchen, Zuckerwatte und Döner sowie türkische, deutsche und pakistanische Spezialitäten werden unter anderem vom Frauennetzwerk, dem Internationalen Nachbarschaftsverein, dem Projekt Seligenstadt, den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen, dem Ausländerbeirat, der Jugendfeuerwehr und der Ahmadiyya-Gemeinde angeboten. Das kürzlich eröffnete Restaurant Amici am Platz der Freundschaft lädt außerdem zu Pinsa zum Mitnehmen ein.

Akrobatik unter freiem Himmel

Eine Allwetter-Performance mit luftartistischen Höhenflügen eröffnet die hessischen Kinder- und Jugendtheatertage „Kaleidoskop“ am Freitag, 11. September in Seligenstadt. Um 15 Uhr spielt die Schauspielerin und Akrobatin Jana Korb ihr Stück „Regenleiter“ auf dem Spielplatz zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straße 28.

Mit der Aufführung im Niederfeld für Kinder und Erwachsene wird auch der 30. Geburtstag der Theatertage „Kaleidoskop“ (https://kaleidoskop-hessen.de/) gefeiert – mit einem kleinen Rahmenprogramm.

Veranstalter der Aufführung ist der Kinderclub im Evangelischen Gemeindezentrum Seligenstadt in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen.  Dank der Unterstützung der Nassauischen Heimstätte ist der Eintritt frei.

Am Nachmittag spielen, Theater erleben und in die Wetterau fahren

Der Kinderclub wird 35 Jahre alt und lädt zu Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte ein

Vor 35 Jahren wurde der Seligenstädter Kinderclub im Evangelischen Gemeindezentrum eröffnet. Das wird beim Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde am 6. September gefeiert mit einer Spielwiese, die noch etwas bunter und größer als sonst ist.

Mit dem Schulbeginn bietet der Kinderclub wieder seine „Offenen Nachmittage“ in der Jahnstraße 24 an jedem Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16.30 Uhr an. Alle Kinder von 6 bis 12 Jahren sind eingeladen zum Spielen, Malen, Basteln, Ausruhen und Lesen.  Dienstagnachmittags ist „Familiennachmittag“ – dazu dürfen gerne auch jüngere Kinder kommen, wenn sie von ihren Eltern begleitet werden. Bei gutem Wetter ist dann das Spielmobil auf der Bleichwiese geöffnet. Während der „Offenen Nachmittage“ können Kinder kommen und gehen, wann sie möchten. Der Besuch ist kostenlos.

In Zusammenarbeit mit Seligenstädter Naturschutz-Verbänden ist am Samstag, 22. August von 14 bis 18 Uhr der diesjährige Naturerlebnistag geplant. Anmeldungen sind bis zum 18. 8. möglich. Die Aktionen sind auf  https://kinderclubseligenstadt.de/ zu finden.

Das Spielmobil des Kinderclubs ist in den nächsten Wochen bei unterschiedlichen Anlässen im Einsatz, zum Beispiel beim Jubiläum der Fischerzunft am 23. August, beim Niederfeld-Fest am 12. September und beim Tag des offenen Denkmals auf dem Hans-Memling-Platz am 13. September.

Am Freitag, 11. September präsentiert der Kinderclub in Kooperation mit der Stadtteilzeitung „Niederfeld-Rundblick“ das alljährliche Freiluft-Theater auf dem Spielplatz zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straße 28 – 32. Dabei wird um 15 Uhr auch der 30. Geburtstag der hessischen Kinder- und Jugendtheatertage „Kaleidoskop“ gefeiert. Die Luftakrobatin Jana Korb führt ihre Allwetter-Performance „Regenleiter“ auf. Der Eintritt ist frei.

Die traditionelle Herbstfreizeit für Kinder führt vom 5. bis 9. Oktober nach Ober-Mörlen in der Wetterau. Fünf Tage lang wird dort im Freizeithaus „Uhu“ gemeinsam gekocht, gegessen, gebastelt, gespielt und die Umgebung erkundet.

Nähere Auskünfte zu allen Angeboten des Kinderclubs  gibt es unter https://kinderclubseligenstadt.de/ und  beim Gemeindepädagogen Claus Ost, Tel. 06182-29654, Fax 06182-924964 oder e-Mail: claus.ost@ekhn.de.

Der Seligenstädter Kinderclub ist ein Angebot der Evangelischen Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen in Zusammenarbeit mit der Stadt Seligenstadt für alle Kinder, die hier leben.

Restaurant & Eiscafé Amici belebt das Niederfeld

Am Platz der Freundschaft gab es früher das chinesische Restaurant „Lotus“. Nach ‚Corona‘ wurde es geschlossen. Es war nichts mehr los auf dem Platz. Das leerstehende Gebäude war kein schöner Anblick. Schließlich wurde es verkauft.

Die neuen Besitzer haben das Gebäude erst einmal entkernt. Nichts erinnert mehr an den einstigen Edeka und das Lotus. Zum Platz der Freundschaft ist eine neue große Glasfront entstanden, die bis zum Boden reicht. Zur Ellenseestraße hin wurde eine überdachte Terrasse geschaffen, vor der groß „Amici“ leuchtet. (Diese Terrasse darf allerdings vorläufig noch nicht genutzt werden, weil für diesen Teil die neue Nutzung noch genehmigt werden muss.)

Das Restaurant und der Streifen davor zum Platz der Freundschaft hin, mit Sitzgruppen und Sonnenschirmen, sind seit dem 29. Mai in Betrieb. Drinnen laden gemütliche tiefrote Lederbänke und beige Stühle ein. Kinder sind vor allem von der großen Eistheke mit 18 verschiedenen Sorten Speiseeis begeistert. Es gibt auch eine Kuchentheke mit hausgemachten Kuchen.

Das Restaurant ist italienisch ausgerichtet, bietet aber auch Steaks und Burger an.

Allen, die dort schon gegessen haben, hat es geschmeckt, und sie lobten den freundlichen Service.

Montags bis samstags, von 11 bis 14:30 Uhr, gibt es Mittagstisch, mit Vor- und Nachspeise, täglich wechselnd, ab 14,90 €. Wie man sieht, sind die gemütlichen Sitzgruppen vor dem Restaurant auch am Nachmittag und Abend beliebt. Das Lokal ist jeden Tag und durchgehend geöffnet, mindestens von 11 bis 22 Uhr .

Mehr Daten und Bilder im Internet: https://amici-seligenstadt.de/

Das „Amici“ hat mehr Leben auf den Platz der Freundschaft gebracht. Nun gibt es wieder einen gemütlichen Treffpunkt im Niederfeld, wo man auch essen und trinken kann.

Franz Roski

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Auf der Bleiche wirds laut

Festival gibt Nachwuchsbands eine Chance

Am Samstag, 13. Juni gibt es auf der Bleiche in Seligenstadt die fünfte Auflage des Festivals „Einhardrock“. Zwischen 15 und 22.30 Uhr treten unter anderem die Schulbands der Merian- und der Einhardschule auf sowie „Secondary Virtues“. Diese Seligenstädter Band hatte das Rockfestival im Jahr 2022 ins Leben gerufen, um jungen Nachwuchsgruppen eine Auftrittschance zu ermöglichen.

Das städtische Kinder- und Jugendbüro, die katholische Kirchengemeinde St. Marien und die evangelische Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen haben die Idee aufgegriffen und veranstalten „Einhardrock“ gemeinsam, in Kooperation mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend Mainlinie und dem Seligenstädter Jugendbeirat.

Musik steuern in diesem Jahr auch die Bands „Flying Spoon“ aus der Oberpfalz mit Bluesrock, „Lisa ruft an“ aus Bamberg mit einem Mix aus Rap, Alternative- und Hard-Rock und die Seligenstädter Cover-Band „Parity“ bei.

In der Grünanlage zwischen Steinweg, Kapellenstraße und Jahnstraße bleibt es nicht beim Bühnenprogramm: Für Verpflegungs- und Getränkeangebote sorgen Jugend- und Vereins- und Gemeindegruppen, Spielmöglichkeiten organisieren die beiden benachbarten Kirchengemeinden, das katholische Jugendbüro Mainlinie und Sportvereine.

Gefördert wird „Einhardrock“ von der EKHN-Stiftung – der Kulturstiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Kinder- und Jugendstiftung der EKHN.

Nähere Informationen sind unter www.einhardrock.de zu finden.

Buntes Leben auf dem Platz der Freundschaft

Am 29. Mai wurde zum dritten Mal ein Bayram-Kinderfest auf dem Platz der Freundschaft gefeiert.

Das „Projekt Seligenstadt“ hatte Spielstationen aufgebaut und verteilte Zuckerwatte, Getränke und Kuchen, das Spielmobil des Kinderclubs im evangelischen Gemeindezentrum war da und der Künstler Josef Ruppel hatte erstmals seine Buchstaben-Installation „Sei Mensch“ aufgebaut.

Nursel Seilkopf vom „Projekt Seligenstadt“ freute sich: „Hier haben sich heute Viele getroffen, die unterschiedlich sind, zum Beispiel in ihrem Glauben. Aber wir leben zusammen – und so feiern wir heute auch zusammen. Kinder, behaltet die Freundschaft – und macht nie Unterschiede zwischen euch.  Feiern wir zusammen Bayram, Ostern, Weihnachten! Wenn man teilt, wenn man auch die Freude teilt, macht das umso mehr Spaß.“

„Eine Gesellschaft, die sich trifft, ist das wichtigste, was man hier haben kann“ betonte Erster Stadtrat Oliver Steidl. Er freute sich, dass auch mit der Eröffnung des Restaurants „Amici“ eine Belebung des Platzes gelungen sei. Das neu eröffnete Restaurant und Eiscafé spendierte zum Fest für jedes Kind eine Eiskugel. 

Eine Gruppe aus der katholischen Kirchengemeinde St. Marien lud am Schriftzug von Josef Ruppel dazu ein, über das nachzudenken, was zum Menschsein gehört. Die Metallbuchstaben sind inspiriert von der jüdischen Holocaust-Überlebenden und Einhard-Preisträgerin Margot Friedländer, die formuliert hat: „Es gibt kein christliches, jüdisches oder muslimisches Leben, sondern nur menschliches. Seid Menschen!“ Kinder und Erwachsene konnten auf Papiermenschen ihre Gedanken festhalten. Die Installation ist jetzt an der Evangelischen Kirche an der Zellhäuser Straße zu sehen und wird anschließend vor St. Marien aufgebaut.

Bereits einen Tag zuvor gab es an der Konrad-Adenauer-Schule für die dritten Klassen einen Projekttag „Religion“. Dort wurde an Abraham, den Stammvater des Judentums, des Islam und des Christentums erinnert. Gebetshaltungen, Feste, Gebäude, Heilige Schriften waren die Überschriften der Stationen, in denen es darum ging, mit den Kindern über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Religionen ins Gespräch zu kommen.

Inhalt war auch die Geschichte des Opferfestes, bei dem an die Prüfung Abrahams (arabisch Ibrahim) erinnert wird, dem von Gott aufgetragen wurde, seinen Sohn zu opfern. Als Abraham dem Befehl Gottes nachkommen will und laut Koran auch Ismail dem zustimmt, schickt Gott ihm ein Tier, das er anstelle seines Sohnes opfern soll. In der jüdisch-christlichen Überlieferung wird erzählt, dass Abraham diese Geschichte mit seinem Sohn Isaak erlebt hat.

Wichtig ist bei diesem Tag der Gruß, der gemeinsam geübt wird: „Friede sei mit Dir – Hevenu shalom aleichem –  Salam Aleikum – Aleikum Asalam“

Beim Projekttag war mit Oliver Dainow aus Hanau erstmals auch ein Vertreter einer jüdischen Gemeinde beteiligt.

Beim Bayram-Fest war dann eine gute Gelegenheit, diesen Friedensgruß zu wiederholen, und sich gemeinsam an die verbindende Geschichte zu erinnern.

Claus Ost

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Merian engagiert sich bei Konrad Adenauer

Der Sozialgenialkurs der Merian-Schule verbrachte einen abwechslungsreichen und gelungenen Vormittag in der Konrad-Adenauer-Grundschule. Dort organisierten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angebote für die Kinder des Ganztagsbereichs. Besonders beliebt waren das gemeinsame Fußballspielen sowie die Glitzertattoos, die mit viel Kreativität und Geduld gestaltet wurden.

Schon nach kurzer Zeit herrschte eine fröhliche und lebendige Stimmung. Viele Kinder nahmen begeistert an den Aktionen teil und hatten sichtlich Spaß daran, sich sportlich auszupowern oder sich ein buntes Tattoo auszusuchen. Die Fußballspiele sorgten für viel Bewegung, Teamgeist und Fairness, während bei den Glitzertattoos vor allem fantasievolle Motive wie Sterne, Tiere oder Herzen gefragt waren.

Das Angebot wurde so gut angenommen, dass sogar Kinder aus anderen Klassen neugierig dazukamen und ebenfalls mitmachen wollten.

Dadurch entstanden schnell neue Kontakte und viele gemeinsame Gespräche zwischen den älteren und jüngeren Schülerinnen und Schülern. Besonders schön war zu sehen, wie offen, freundlich und hilfsbereit alle miteinander umgingen.

Für den Sozialgenialkurs aus der Merianschule war der Vormittag eine wertvolle Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und erleben, wie viel Freude sie anderen Kindern mit einfachen Aktionen bereiten können. Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass der Besuch in der Konrad-Adenauer-Grundschule ein voller Erfolg war und gerne wiederholt werden sollte.

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